Seife
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In meiner Brust …

… wohnen zwei Seelen.
Die Eine liebt die einfachen, schlichten, reduzierten Seifen, die relativ natürlich daherkommen.
Die Andere mags bunt, mitunter schrill, glitzernd und aufwendig.
Ich habs schon oft geschrieben, dass ich mich nicht entscheiden kann, welche Seifen ich lieber mag.
Aber ich muss ja auch nicht.
Die Einen machen mehr Spaß bei der Herstellung, die Anderen beim Waschen.
Und so wechsle ich immer brav von schlicht zu bunt, zu schlicht, usw.

Allerdings steht die Neuauflage der alljährlich produzierten Naturseifen in den Startlöchern, bzw. ist bereits angelaufen (dazu mehr im nächsten Post).
Für diese Neuauflage wollte ich mein erprobtes Rezept ein wenig abändern und statt der Kakaobutter, je 3% Stearin und Myristinsäure mit an Bord nehmen. Einfach nur so, weils mich gereizt hat, weil ich ein Revoluzzer bin. 😉
Wie auch immer, ich hab dieses überarbeitete Rezept zweimal getestet, beide Male mit dem selben Ergebnis, nämlich diesem:

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Kaum dass die Lauge in die Fette kam, bildete sich ein fester, in Öl schwimmender Klumpen.
Man konnte den zwar gut weiterverarbeiten und emulgieren und geschmeidig rühren, aber der Leim wurde nie wirklich fließfähig, sondern ist immer löffelfest geblieben.
Diese Konsistenz ist zwar toll für Toppings geeignet:

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Aber brauchen kann ich so einen widerspenstigen Leim auch nicht wirklich.
Auch wenn die SEife schlussendlich wirklich fein geworden ist.
Auch die Farbe gefällt mir sehr:

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Rezept: 62% Olive, 28% Kokos, 4% Rizi und je 3% Myristinsäure und Stearinsäure.
Duft: Litsesa, Coriander, schwarzer Pfeffer, Amyris
Für meine 2016er Naturseifenserie wird aber weiterhin mein erprobtes Rezept zum Einsatz kommen.

Und weil ich ein wenig gefrustet war, von dieser Seife ist auch noch eine Glitzerseife entstanden:

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Naja, ist auch nicht wirklich was Neues, oder Berauschendes, aber ich mag die Farbkombi und ich mag den Ölmicaswirl und ich mag vor allem den Duft!
Gott, riecht diese Seife herrlich!
Leider kann man den Duft nicht sehen und das Foto ist auch grottenschlecht, aber ich hab eine Spiegelreflexkamera geerbt und die macht noch nicht ganz so, wie ich will.
Wir müssen erst miteinander warm werden.
Aber ‚tschuldigung, ich verplapper mich, ich wollt eigentlich das Rezept einstellen.

Rezept: 30% Olive, 26% Kokos, je 15% Reiskeim und Palmöl, 10% Kakaobutter, 4% Rizi, Salz, Zucker und Seide
Duft: Honeysuckle und The Perfect Man (beide von NG) im Verhältnis 2:1 gemischt. Mhhhh…wie frisch gewaschene Wäsche.

3 Kommentare

  1. Claudia once again so beautiful thank you. I love the look of the peaked tops of the blue turned purple soap. I have a colorant cilini blue that turns purple when saponified. May I ask what you used here? Plain and simple luxury vs fun and games soap of multi color and technique. I too am torn between the two.

    • Claudia Pazdernik sagt

      Thanks Pam!
      For the purple soap I used Alkanet. But please don’t ask me how much, because I don’t notice it. ;P

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