Archiv, Seife
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Bissl meschugge…

…Seifensieder sind ein schräges Völkchen, das weiß jeder, der einen davon zu Hause hat.

Ich bin da keine Ausnahme. Mitunter denke ich, ich bin noch ein bissl mehr plemplem als der Durchschnitt.
Warum?
Ok, ein Beispiel:
Gestern um halb Elf in der Nacht hab ich eine Seife in die Form gebracht. Die Farben haben schön geleuchtet, der Swirl hat mir gefallen und ich hatte insgesamt ein ziemlich gutes Gefühl.
Das heißt aber, wie meine Erfahrung gezeigt hat, nicht unbedingt was und so…naja, ich konnte nicht schlafen gehen, bevor sie nicht geschnitten war.
Der Seifensieder weiß, es dauert etwa 24 Stunden vom einformen bis man eine Seife schneiden kann.
Aber nicht bei mir. Ich bin ungeduldig, seeeeeeehhhhhhhr ungeduldig und so schubs ich meine Seifen gerne, im Backrohr bei 70 Grad, ziemlich rüde in die Gelphase, warte bis sie bis in die letzte Ecke durchgegelt sind, stell sie dann kalt (Kühlschrank oder im Winter der Balkon) und schneide sie, sobald sie abgekühlt sind.
Gestern hat das etwa 4 Stunden gedauert und man muss kein Rechenkünstler sein um zu wissen, das die Mini um HALB DREI in der NACHT in der Küche gestanden ist um ihre Seife zu schneiden.

Aber glaubt mir, danach hab ich gut geschlafen. Denn mir ihr bin ich ziemlich glücklich. 
Was heißt ziemlich glücklich?
I hob ma an Haxn ausgfreit, wiea is gsehn hob.
Es ist wieder mal so eine Seife, wo einfach alles passt.
Das Rezept (Traumschaum) inzwischen wirklich bewährt, luftblasenfrei, ganz samtig in der Haptik, herrlicher Duft und schöne Farben und eine Marmorierung…ganz zart und zierlich.
Wollt ihr sie sehen? Vermutlich, oder hoffentlich…
Wenn nicht, dann…naja, es ist mir wurscht, ich zeig sie euch trotzdem. ;-D

Wie geschrieben…das Rezept war wieder mal mein geliebtes Traumschaumrezept.
Der Duft ist eine Mischung aus Rainbarrel, Lemonzest, Zypresse, Kazi Kazi und Sandelholz.

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