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Streifen … überall sieht man Streifen …

… bei Moja, bei Bettie, im Forum …

Überall  sprießen auf den diversen Blogs die wunderschönsten Streifenseifen.
Und da ich ja  ü ü ü b e r h a u p t  n i c h t  empfänglich bin (nicht), musste ich auch Streifenseife machen.

Und ich muss sagen, das ist schon ganz schön nervenzerfetzend.
Dickt der Leim eh genug an?
Versinkt die nächste Schicht eh nicht in der vorherigen?
Wann kann ich denn die nächste Schicht gießen?
Hoffentlich dickt der restliche Leim während der Wartezeit nicht zuviel an!

Nunja, sag ma mal so … es hat geklappt.
Ich bin sehr zufrieden.
Die Schichten sind gerade, der Leim war artig und das andickende PÖ hat getan, was es tun sollte.

Und endlich hab ich mit Fiery Fusion von UMU ein recht schönes Rot hinbekommen.
Das muss man echt gnadenlos überdosieren.
Also wenn man denkt es reicht, noch was nachlegen.
Hier waren es für ca 3 EL Leim ein halber TL voll.
Das ist schon mächtig viel.
Normalerweise hab ich auf die gleiche Menge Leim die Hälfte an Mica und das ist schon nicht wenig.
Nun gut, jetzt weiß ichs.
Mein neues Kantenhobeldings arbeitet auch hervorragend, allerdings muss ich mir angewöhnen, die Kanten nicht sofort zu machen, denn je fester die Seife, desto besser klappts.
Aber man lernt ja (bekanntlich nie aus).

Rezept:
25% Kokosöl, 13% Shea, 12% Kakaobutter, 25% Olivenöl (hell), 25% Erdnussöl, Meerwasser und Seide
Duft:
eine Mischung aus Seaside Holiday und Gingko Limette (beide dicken an, aber machen keinen Blitzbeton).

Ich liebe, liebe, liebe Ziegen …

… und ich liebe, liebe, liebe Griechenland, ganz besonders Karpathos.

Griechenland ist irgendwie meine zweite Heimat.
Ich liebe dort alles.
Angefangen mit dem Duft, der salzigen, warmen Luft, die so fein nach sonnenbeschienen Kräutern duftet und nach Meer und Sand und Sonne.
Dann die Menschen, die immer freundlich sind und in der Regel sehr zufrieden wirken.
Diese herrliche perfekte Unperfektheit, die man an jeder Ecke sieht.
Das kristallklare Wasser.
Die Ziegen die einem überall begegnen und die frei auf den Inseln herumwandern können und sich einfach mal dorthin legen, wo es ihnen gefällt und wenns mitten auf der Straße ist.
Die zirpenden Zikaden …
Ich könnte ewig so weiter machen, aber ja … ich liebe Griechenland.
Ganz besonders Karpathos, das alles vereint, was ich an Griechenland schätze.

Auch heuer waren wir wieder dort und wie immer ist eine Flasche Meerwasser, Sand und Steine und noch ein bissl mehr mit nach Hause geflogen.

Gestern mittag sind wir in Wien gelandet und nachdem die erste Maschine Wäsche aufghängt war und die zweite Fuhre Wäsche ihre Runden in der Maschine gedreht hat, bin ich in meiner Seifenküche gestanden und hab mein Meerwasser und Ziegenmilch verseift.
Gekrönt wurde meine Freude noch mit neuen Spielzeugen, die ich vor dem Urlaub bei Dandelion mitbestellen durfte und die schon in meinem Postkastl waren, als wir heimgekommen sind.
Drei neue Stempel und ein sogenanntes “Edge Tool” von Soap Stamps 4 U.
Die galt es natürlcih auszuprobieren. :c015:

Herausgekommen sind zwei ganz schlichte Seifen, wie ich sie liebe.

Als erstes eine ganz schlichte 70%ige Olivenölseife…

…mit unserem “heiligen” Olivenöl, Kokos und Shea
Die Lauge hab ich mit Meerwasser 1,4:1 (Meerwasser:NaOH) angerührt, die fehlende Flüssigkeit ist in Form von Ziegenmilch zu den geschmolzenen Fetten gewandert.
Die Seife hat ganz schön gut gegelt und wie man sieht ist sie trotzdem nicht braun, oder irgendwie hässlich.
Sie müffelt auch nicht.
Das schreib ich nur, weil ich immer noch lese, dass Milchseifen braun werden, beim gelen, bzw. stinken.
Beduftet ist sie mit Orangenöl extrastark, Amyris und Patchouli.

Die zweite Seife ist eine OHP mit Honig und Ziegenmilch.
Die rustikale Optik gefällt mir ausgesprochen gut muss ich sagen und ich hab sie mir genauso erhofft.

Hier hab ich die Laugenflüssigkeit auch auf 1,4:1 reduziert, was natürlich zur Folge hatte, dass der OHP-Leim sehr trocken und fest war.
Nach der Verseifung hab ich die restliche Flüssigkeit in Form von Milch dazugerührt, dazu noch 10% (gemessen an der GFM) Honig.
Das Gemisch hat sich logischerweise nur schwer bis gar nicht unterrühren lassen, woraus sich diese stückige Optik ergibt.
Verutlich wird sie nicht ganz gleichmäßig trocknen, aber das macht mir nix aus.
Diese Seife ist und darf rustikal sein und blieben. :smilie_happy_076:

Meine neuen Stempel durften natürlich jeweils eine Charge der Seife verziehren und das Edge Toll funktioniert auch hervorragend.
Danke Asja, dass du mich in die Suche nach so einem Teil eingebunden hast und danke Dandelion, die ich wiederum damit angesteckt hab und die das Teil letztendlich gefunden und auch bestellt hat und wo wir dankenswerterweise mitbestellen durften. :f010:

Und wie es sich gehört zeig ich euch auch noch ein paar Impressionen aus unserem Urlaub:

Savon de Marseille …

… ist ein optischer Hingucker, wie ich finde.
Vor allem diese sehr rustikalen Stücke habens mir angetan, wo man die Handarbeit noch sieht.
Eigentlich wollte ich mir in Frankreich so eine Seife kaufen, in erster Linie als Dekoration.
Aber ich hab kaum Geschäfte gefunden, wo es die gibt, bzw. wo es genau diese rustikalen Stücke gibt und nicht die “schönen” Klötze, die ausschauen wie aus dem Ei gepellt.
Ihr kennt sicher die Fotos von diesen Seifen?

Also bin ich selbst zur Tat geschritten.
Eine richtig rustikale Seife an der Schnur sollte es werden.
Und sie ist es auch geworden.
Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Aber schaut selbst:

Rezept: 72% herrlich duftendes Olivenöl, 24% Kokosöl und 4% Rizinus
Duft: keiner (die Seife riecht, durch das duftende Olivenöl, nach ein paar Wochen Reifezeit ganz herrlich zart nach Seife)

Gestern Abend …

… hat es mich in den Fingern gejuckt und ich hab mich in die Seifenküche gestellt und eine ganz schlichte Soleseife gemacht.
Inspiriert von den – wie ich finde – wunderschön schlichten, oder rustikalen Marseiller Seifen – die ich irgendwie nirgendwo gefunden habe, um sie zu kaufen – bin ich einfach selbst ans Werk geschritten.
Gewählt hab ich ein leicht abgewandeltes 25er Rezept und wie gesagt, die Laugenflüssigkeit sollte Sole sein.
Eine schlichte, sommerliche Seife wollte ich haben.
Und eine schlichte, sommerliche Seife hab ich bekommen.
Sie duftet herrlich nach der Sonnencreme (oder wenigstens so ähnlich) meiner Kindheit – ja genau, die Delial in der gelben Flasche mit der braunen Schrift.
Der Duft, der mich seit jeher an den Strand von Italien versetzt, oder an einen Kärtner See.
Und ja, ich bin ein ein Kind der 70er.

Ein bissl Bauchweh hatte ich wegen dem Stempel, den eine Soleseife, gestempelt mit einem normalen Gummistempel, könnte schwierig sein.
Aber nein, wars nicht.
Im Gegenteil, sie hat sich (noch heiß) ganz wunderbar stempeln lassen.

Und hier ist sie:

Wie gesagt, ganz schlicht.
Rezept: 35% Olive (das gute heilige Olivenöl), 25% Kokos, 25% Schmalz, 11% Erdnuss und 4% Rizi
LF: gesättigte Sole
Duft: meine Delial-Mischung aus Ginkgo Limette, Honeysuckle und Neroli naturident

Und weil mich die ganz rustikalen Seifen aus Frankreich auch unglaublich angemacht haben, sind gerade noch zwei Seifen im Werden.
Schönen Sonntag noch …

Ich war faul …

Die folgenden drei Seifen sind schon vor einer ganzen Weile entstanden, allerdings haben sie es nicht vor die Linse geschafft.
Ich könnte jetzt natürlich sagen, ich war zu beschäftigt um sie zu fotografieren.
Oder die Lichtsituation (ich hab noch immer kein Fotozelt) war nicht gut.
Oder was auch immer.
Aber Tatsache ist … ich war einfach fotografierfaul.

Blöd nur, dass aus den gleichen Gründen, die für die nicht geschossenen Fotos verantwortlich sind, auch keine Banderolen entstanden sind (und weil mich mein Drucker in den Wahnsinn treibt), was jetzt zur Folge hat, dass ich gar nicht mehr weiß, welche Inhaltsstoffe in diesen Seifen sind.
Tja.
Naja.
Kann passieren, oder? pfeif
Werden eh die üblichen Verdächtigen gewesen sein, sonst hätte ich es mir sicher gemerkt.

Einmal Regenbogen …

Zweimal Regenbogen  …

und einmal Lieblingsfarbkombi …

Das wars auch schon.
Ich gelobe Besserung, was die Schleißigkeit bezüglich Banderolen betrifft und mache mich jetzt an eine neue Seife.
Schönen Sonntag noch …

Lang, lang ists her …

… seit ich meinen letzten Post hier geschrieben hab.
Aber die Zeit war knapp und die Seifellust lag irgendwie auf Eis.

Aber ein paar Seifen sind dennoch entstanden in den letzten Wochen und drei davon möchte ich euch heute zeigen.
Zwei davon sind gnadenlos abgekupfert, reichen aber aber an die Originale absolut nicht heran.

Aber erst eine schlichte Seife, wie ich sie oft mache.
Absolut keine Fisimatenten, nur Seife ohne Farbe, dafür mit einem angenehm spritzigen Zitronenduft. Genau richtig für die Morgendusche.
Nur einen Stempel konnte ich mir nicht verkneifen.

Rezept: Traumschaum mit Olivenöl
Duft: eine zitronige Mischung aus Ginkgo Limette, Zitrone und Orange, sowie ganz wenig Neroli Naturident

Leider ist der Gummistempel ein wenig verrutscht und somit wirkt das Foto unscharf.
Tut mir leid.

Dann die erste Inspirierte.
Moja und ihre Seifen …
… ihr Blog “Wunderbar Seifenbar” ist mir oft Inspiration.
Ihre Seifen sind meist genau meine Kragenweite und ihre Fotos sind ein Augenschmaus.
Wer ihren Blog kennt, der wird gleich erkennen, welche ihrer Seifen Pate gestanden hat.


Sie hat allerdings, im Gegensatz zu mir, komplett akkurate Schichten hinbekommen pfeif.
Naja, macht nix.
Die Seife gefällt mir trotzdem ausgesprochen gut und sie riecht herrlich und macht mir Freude.

Rezept: Buttrig zart als Soleseife
Duft: eine warme Mischung von meiner Lieblingsduftmischerin Dandelion – nur im unteren Teil der Seife

Die nächste Seife ist abgekupfert von einer Seife die mir auf Instagram über den Weg gelaufen ist – mee_hue ist die Siederin und all ihre Seifen sind ein absoluter Traum.
Ich hab echt überlegt, wie sie entstanden sein mag und dann hab ich einen Versuch gewagt.
Vielleicht erkennt ihr auch hier, welche Seife meine Inspirationsquelle war.

Noch bin ich nicht begeistert, aber ich denke ich bin auf dem richtigen Weg, was die Technik betrifft und werde es vermutlich noch mal versuchen.

Rezept: Natur pur
Duft: Meerchen von Dandelion

Und zum Schluss lass ich noch ein paar Inspirationen von unserem letzten Urlaub da.
Wir waren in der Provence und es war einfach wunderschön!

Und mit dieser Bilderflut verabschiede ich mich für heute und mach mich auf in meine Seifenkammer.

Ich hab mich mal wieder “inspirieren” lassen …

… diesmal von Moja.

Ihre Seifen sind einfach immer genau meine Kragenweite.
Wunderschön gesiedet, wunderschön fotografiert, einfach eine Augenweide.

Meine Steinform liegt schon lange bei mir herum und ist noch nicht wirklich viel zum Einsatz gekommen, obwohl sie soooo schön in der Hand liegen, die Seifen die aus dieser Form kommen.
Jetzt war es wieder so weit, als ich Mojas wunderschöne schwarze Steinseifen gesehen hab, wars um mich geschehen.
Schwarz-braune Seifen wollte ich haben und schwarz-braune Seifen hab ich bekommen.
Glatt und herrlich glänzend.
Einziger Nachteil, man sieht jeden Fingertapper auf diesen Seifen.
Aber naja, wenns nicht mehr ist …

Rezept: je 25% Kokos, Olive und Reiskeim, 13% Shea und 12% Kakaobutter, Zucker und Salz  wie immer.
2 TL Kohle in die Fette püriert und dann noch  ein wenig Lila Tonerde (die in Seife ja braun wird, was in diesem Fall gewollt war um einen Braunstich zu erreichen).
Duft: eine äth. Mischung aus Patchouli, Amyris, Zedernholz und Orange.

Die zweite Seife, die ich gefladdert bei der ich mich inspirieren hab lassen ist die Mardin-Seife.
Ich geb zu, ich hab bis vor ganz kurzem noch nie was von dieser Seife gehört.
Was ich irgendwie gar nicht verstehen kann, ist sie doch in die gleiche Kategorie wie die Aleppo, oder die Savon de Marseille einzuordnen.
Eine Seife die in der Türkei schon seit Jahrhunderten so gemacht werden soll, wie die Aleppo in Syrien und die Marseiller Seife in Frankreich.
Die Herstellungsart dieser drei Seifen ist überall, bis heute, die selbe nur die Zutaten ändern sich nach Region.
Besteht die Aleppo Seife aus Olive und Lorbeer, die Marseiller Seife aus Olive (tradioneller Weise), so besteht die Mardin Seife aus Olive und Wildpistazienöl.
Moja und die eine oder andere Siederin auch hat in der letzten Zeit eine Mardin inspirierte Seife gesiedet und gezeigt und weil ich noch ein wenig Pistazienöl (leider kein hochwertiges und schon gar kein Wildpistazienöl) daheim hatte hab ich mich ans Werk gemacht.
Herausgekommen ist eine wunderbar sanfte und schlicht-schöne Seife.

Rezept: 60% (heiliges) Bio-Olivenöl, 35% Pistazienkernöl und 5% Kokosöl, 2 TL Salz
Duft: keiner
Durch die 60% unseres tollen Olivenöls aus Griechenland, das wir über eine Kooperative beziehen und das wirklich von hervorragender Qualität ist, richtig, richtig stark und gut riecht und eigentlich nur zum essen ist, riecht diese Seife nach der Reifezeit immer sehr, sehr angenehm.

Ich denke nicht, dass ich ein paar Wochen, bzw. Monate werden warten könne, um ein Stück anzuwaschen.
Die Hobelspäne waschen sich schon mal sehr vielversprechend und ich glaub heut werd ich ein Stückchen dieser Seife ins Badezimmer umsiedeln.

Serienschichterei …

… ist angesagt.
Im Moment mag ich nicht swirlen.
Bzw. mögen vielleicht schon, aber die Ergebnisse sind meist weit von meinen Vorstellungen entfernt und so denke ich, ist im Moment nicht meine Swirlzeit.
Also mach ma halt was anderes und zwar Schichtseifen.

Die erste ihrer Art habt ihr ja schon gesehen.
Nummero 2 und 3 sind gestern entstanden.

Nummer 2 ist mit dem bösen, bösen Riceflower von GF beduftet, das schneller anzieht, als man schauen kann.
Aber wenn man sehr kühl arbeitet (die aktuellen Temperaturen sind klasse um die Zutaten schön abkühlen zu lassen) und sobald das PÖ im Leim ist rührt und rühren (quasi) eingießt und das auch noch flott, dann geht das halbwegs.
Die nicht ganz akkuraten Schichten sind meiner “Langsamkeit” geschuldet.
Gefärbt ist die Gute mit zwei Farben: Gold und Creme de la Creme von UMU.
Unten mehr Gold und wenig CdlC und oben umgekehrt. Dazwischen hab ich den Leim mit Titandioxid aufgehellt.

Nummer 3 duftet nach Zitrone (Behawe) und Zitronenmyrte (die Verseifer), die auch beide heftig andicken (vor allem Zitrone ist richtig böse), in den unteren beiden Schichten und die oberste schicht ist mit ÄÖ Orange beduftet.

Auch hier war ich zu langsam, bzw. hab ich mir beim Saubermachen des Formenrandes, die untere Schicht ein wenig zerstört.

Aber was solls, ich bin halt nicht akkurat, damit muss und kann ich leben.

Rezept (bei beiden Seifen): je 25% Kokos, Schmalz und Erdnuss, 21% Olive und 4% Rizi, Lauge aus gesättigter Sole.
Düfte: 1. Riceflower von GF und 2. Zitrone von Behawe, Zitronenmyrte (die Verseifer) und ÄÖ Orange.

Als nächstes nehm ich mir dann Raspberry von GF vor.

Drei Seifen an einem Tag …

… hab ich schon sehr lange nicht mehr gemacht.
Aber vor ein paar Tagen hatte ich einen Run und konnte irgendwie gar nicht mehr aufhören.

Entstanden sind eine relativ hässliche Enzymseife (als OHP – im Seifentreff läuft gerade ein Workshop zu OHP), eine normale OHP und eine Schichtseife.

Beginnen wir mit dem hässlichen Entlein.
Die erste Workshopseife ist eine Enzymseife, von der ich schon vorher wusste, dass sie nicht unbedingt hübsch werden würde.
Das ich aber so zu kämpfen haben würde, damit hab ich dann doch nicht gerechnet.

Es sind über 70% feste Fette in dieser Seife und dann noch eine ordentliche Wasserreduktion – weil ja nach der Verseifung noch das Fruchtpüree in den Leim gemischt wird und ich mag nunmal keine weiche, oder gummiartige, verzogene Seife.
Naja, und die Enzyme mögen auch keine Wärme, sodass man den Leim gut runterkühlen muss, bevor es eingerührt werden kann.
Das Ende vom Lied war …

knetbarer Leim nach der Verseifung und dabei noch gar nicht ausgekühlt …


… Bröckerl in Ananaspüree (schaut aus wie Käsespätzle, oder Eiernockerl, oder?)

… letztendlich untergeknetet und nun mit der Optik von Erdäpfelkas.

Hier ist sie dann ein wenig hübsch gemacht:

Die Optik sei ihr großzügig verziehen, wenn sie macht was sie soll, nämlich abgestorbene Hautschüppchen von meinem Gesicht zu entfernen und mir seidenweichsamtige Babypopohaut zu bescheren.
Rezept: 26% Kokos, 20% Cupuacu Butter, 20% Reiskeimöl, je 15% Kakaobutter und Sheabutter und 4% Rizinusöl
ÜF (nach der Verseifung) mit Arganöl
Duft: ÄÖ Orange extrastark

Die nächste OHP schaut aus wie OHP halt ausschaut.
Ein wenig rustikal, aber mit ihrem eigenen Reiz.

Die untere Schicht ist mit medizinischer Kohle gefärbt und hat ein paar Ringelblumenblüten drin, die für sanften Schrubbel sorgen.
Der obere Teil ist ungefärbt und hat als Schmuck ein wenig schwarzes Salz in sich.

Rezept: je 25% Kokos und Olive, 21% Mandelöl, 13% Shea, 12% Kakaobutter, 4% Rizinus und nach der Verseifung überfettet mit Arganöl
Duft: eine ätherische Mischung aus Litsea Cubeba, Amyris, Coriander, Benzoe und Patchouli

Und dann die schönste Seife des Tages – eine Schichtseife:

Eigentlich steh ich gar nicht so arg auf Schichtseifen, aber diese gefällt mir und ich denke ich werd eine ganze Serie draus machen, weil ich im Moment mit Swirls so gar nix anfangen kann.
Zumindest nicht mit meinen.

Rezept: ein 25er mit ein wenig Rizi
Duft: Gingko Limette

Mir ist fad …

… weil ich bin krank.
Also jetzt nicht totalsterbenselendkrank, aber meine Stimme hat sich komplett verabschiedet – ich kann noch nicht mal krächzen und weil mein Job viel reden bedeutet und ich absolutes Sprechverbot hab, bin ich schweigend daheim.
Wer mich persönlich kennt weiß, dass das fast die größte Strafe für mich ist.
ICH KANN UND DARF NICHT REDEN!
ICH!
So ist es sehr still im Hause Mini, denn der Mann steht nicht auf Monologe und telefonieren fallt auch aus.
Nachdem ich jetzt drei Tage das Bett gehütet hab und mir langsam aber sicher das Kreuz weh tut, von der Liegerei, musste ich heute was Produktives machen.
Mein Gesichtsöl war aus und meine Ringelblumensalbe auch, bis auf ein klitzekleines Resterl.
Außerdem ist mir ein Döschen von einem Balsam in die Hände gefallen, das ich vor Monaten gemacht hab und das zu einem Großteil aus Cupuacu Butter bestand.
Der Balsam hat mir anfangs überhaupt nicht gefallen und jetzt kann ich die Hände nicht davon lassen.
Ich denke Cupuacu Butter ist ein neuer Favorit von mir.
Normalerweise mach ich solche Sachen ja gerne nach Augenmaß, aber irgendwann vor einiger Zeit, hab ich mal versprochen, nach und nach Rezepte von meinen Pflegeartikeln zu posten und so dachte ich heute, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür damit mal anzufangen.

Anfang macht meine Ringelblumensalbe ca. 80 g:.
Zutaten: 
– 55 g Ringelblumenauszug (meiner ist selbst gemacht)
– 15 g Lanolin anhydrat
–  5 g Bienenwachs (von der Imkerin unseres Vertrauens und herrlich duftend)
–  3 g Propolisextrakt

Herstellung: 
Die Fette schmelzen und runterkühlen bis alles nur noch warm, aber nicht mehr heiß ist.
Dann das Propolisextrakt mit dem Handmixer einrühren.
Das geht am besten, wenn die Masse schon anfängt anzuziehen.
Wenn alles schön cremig gerührt ist in einen sauberen Tiegel abfüllen und gut ists.
Durch das Rühren mit dem Mixer wird die Salbe so richtig schön cremig von der Textur und der Propolisextrakt ist gut zur Haut (klar) aber er gibt der Salbe auch einen herrlichen Duft.

Weiter gehts mit meinem Gesichtsöl – ca. 16 g:
Zutaten (das ist bei mir nicht immer gleich, ich verwende worauf ich Lust hab, aber es gibt ein paar Konstante, die ich mit einem Sternchen kennzeichne)
– 10g Basisöl (das kann alles Mögliche sein, was eurer Haut gefällt – bei mir ist es diesmal Traubenkernöl)
–  2g Wildrosenöl* (ein herrliches Hautöl)
–  2g Squalan* ( hilft unter Anderem das Serum besser einziehen zu lassen)
–  2g Algenöl
–  1g Himbeernüsschenöl (Anti Aging)
–  1g Karottenöl* (sorgt für ein frischeres Aussehen – aber Vorsicht, nicht zu viel verwenden)
–  0,3 g Cetyl Alcohol* (hilft auch wieder das Einziehverhalten zu verbessern und gibt ein schönes seidiges Gefühl auf der Haut)

Herstellung: 
Alles zusammenmischen und schmelzen und in einen Pumpspender füllen.

Seidenbutter – ca. 70g:
Zutaten:
– 20g Basisöl (bei mir hier auch wieder Traubenkernöl)
– 14g Cupuacu Butter*
– 10g Mango Butter
– 10g Babassu unraff. und Bio*
–  5g Vanilleauszug (selbstgemacht aus Jojoba und Vanilleschoten)
–  5g Squalan*
–  5g Algenöl
–  1,4g Cetylalkohol*
–  1 Blubb (anders kann man das nicht dosieren) Vit. E*

Herstellung: 
Alles gemeinsam im Wasserbad schmelzen.
Ich hab gerne ein wenig Stärke in solchen Sachen, also hab ich 2g kosmetische Reisstärke und 1g Sericite Silk Mica in die geschmolzenen Fette gerührt, weil es damit ein seidigeres Finish Gefühl auf der Haut gibt.
Alles gut auskühlen lassen und wenns anfängt fest zu werden, mit dem Handmixer ein bissl aufschlagen, sodass die Pülverchen schön in der Fettmischung verteilt bleiben.
Wer mag kanns natürlich auch wie Shea Sahne aufschlagen.

Einen Teil der Seidenbutter hab ich abgezweigt und noch Wildrosenöl dazu gemischt, das ist jetzt mein Nachtbalsam den ich noch mit äth. Weihrauchöl und Mandarinenöl aufgepeppt hab, die Beide sowohl herrlich duften, als auch eine gute Wirkung auf die Haut haben.

Und so sehen meine heutigen Werke aus:

Ist jetzt absolut nix Besonderes, oder Ausgefallenes, oder noch nie Dagewesenes, aber ich liebe all diese Pflegeartikel, die mir ein herrlich gutes Gefühl von Luxus geben.