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Yiiihaaaaaa …

… ist das was ich gestern gerne laut von mir gegeben hab, als ich die gestrige Seife geschnitten hab.
Wir Seifensieder wissen, mit nichts ist man so kritisch, wie mit den eigenen Seifen.
Oft siedet man eine Seife, die ist sosolala.
Nix Besonders, weder im positiven, noch im negativen Sinn.
Seife halt, wie man sie ganz oft produziert.
Manchmal kommt zwar Seife aus der Form, aber schön ist anders – also wirklich schiache Seife.
Das wird zwar mit den Jahren weniger, aber es passiert dennoch.
Und dann gibts die noch seltenere Variante, nämlich dass einem die Seife so richtig gut gefällt, dass sie genauso geworden ist, wie man sich das vorstellt.
Und dann möchte man gern “Yiiihaaa” rufen.
Also ich zumindest.
Lustig ist, dass ich gar nicht weiß woran ich das festmachen würde.
Meine Seifen ähneln sich doch alle sehr.
Der Swirl ist immer wieder sehr ähnlich, die Farbzusammenstellung ebenfalls und trotzdem …
Manche Swirls wirken viel harmonischer als andere.

Ein solcher Swirl ist mir gestern gelungen.
Hier hab ich absolut nix dran auszusetzen.
Die Linien wirken ein wenig wie Pinselstriche.

Die Farben kommen hervorragend raus.
Der Plan, durch eine gute Gelphase,  eine leicht durchscheinende Seife mit undurchscheinenden Elementen zu machen, ist aufgegangen.
Das sehr launenhafte PÖ Ginkgo Limette hat mir ausreichend Zeit gegeben, zu swirlen und das Topping zu gestalten.

Und das alles freut mich umso mehr, weil diese SEife nicht für mich ist, sondern für einen unserer besten Freunde, der diese Seife genau so jedes Jahr ein bis zweimal gesiedet bekommt.
Seit dem ersten Mal, als ich sie gemacht hab (es ist das Seidenschweinchen mit GL von Behawe) wünscht er sich diese Seife immer wieder.
Jedes Mal zittere ich, weil das Rezept durchaus seine Tücken birgt und weil das PÖ auch nicht gerade ganz einfach ist.
Naja, ist ja alles gut gegangen diesmal.

Ich liebe diesen leichten 3D Effekt, den der Swirl bekommt, wenn die Seife gut gelt und man Teile des Leims mit Pigmenten gefärbt hat.
Die Teile ohne Pigment sind leicht durchscheinend, die anderen Teile nicht und das macht, wie ich finde, einen sehr schönen Effekt.
Ich weiß nicht, ob man das auf dem Foto wirklich erkennen kann … ich seh`s auf jeden Fall.

Wichtig ist natürlich, dass man die Lauge ohne Salz ansetzt, sonst wird das nix, mit dem Durchscheinend sein.
So und jetzt muss ich mich entscheiden.
Dein ein Stück von dieser Seife bleibt bei mir.
Ich tendiere ja zu diesem:

Rezept: Seidenschweinchen (siehe Lieblingsrezepte)
Duft: Gingko Limette von Behawe

Wie auch immer, genug der Worte.
Jetzt geh ich meine Wohnung aufräumen und dann gehts ab ins Wochenende (die Küche muss geputzt werden …) …

Vom Duft von Lorbeeröl und Seifenküchenchaos …

Ich liebe diesen krautigen, rauchigen Duft und ich liebe Lorbeerölseifen.
Am liebsten ganz puristisch-schlicht.
Meine vorletzte Lorbeerseife, vom März 2016, erfreut mich sehr, ist sie doch ganz glatt und seidig in der Haptik und schäumt so hervorragend, dass ich sie fast nicht aus der Hand legen kann, wenn ich mal angefangen hab damit rumzuschäumen.
Und weil ich – außer dem aktuell im Bad liegendem Stück – nur noch zwei Stücke dieser Seife hab, war es Zeit diese Seife nachzusieden.

Diesmal ist sie mir leider nicht so spiegelglatt gelungen – ich hab mir beim rühren leider Luft in den Leim gezogen – aber das wäscht sich ja schnell ab und ansonsten mag ich diese Seife wieder sehr.
Sie ist nach genau dem gleichen Rezept entstanden und wird hoffentlich in 1-2 Jahren ganz genauso fein sein, wie ihre Vorgängerin.

Nachdem ich in meiner Seifenkammer eine Woche lang das Unterste zum Obersten gekehrt hab, bin ich erst heute dazu gekommen die Seife zu fotografieren.

Leute ich kann euch sagen …
… mir war bewusst, dass sich ganz viel Zeug auf engstem Raum zusammendrängen kann.
Aber das es soviel ist, das war mir nicht bewusst.
Unfassbar!
Ich hatte wirklich jedes einzelne Drum in meinem Seifen/Bastelzimmer in der Hand.
Jedes Papier (und ich hab viel schönes Papier), jedes Gläschen, Fläschchen, Sackerl … jeden Stift, jede einzelne Form, jedes Duftflascherl, wirklich alles.
Hab überlegt ob ich es noch brauche, ob es noch vertauscht werden kann, oder weggeschmissen werden kann.
4! in Worten VIER schwarze Mistsäcke und drei Kartons mit Papier sind im Mist gelandet.
Und wer jetzt glaubt, dass da in dem Minikammerl jetzt alles leer sein müsste, der täuscht sich gewaltig.
Es schaut nicht viel leerer aus als vorher.
Bitte fragt mich nicht wie das geht.
Da hats ausgeschaut zwischendurch!
Am liebsten wär ich davongerannt!
Wollt ihr es sehn? 
Chaos pur!
Ich dachte echt, da werd ich nie fertig.
Jedesmal wenn ich irgendwo einen Fleck fertig hatte, hab ich ihn mit dem nächsten Regalfach wieder angefüllt.
Dass das Kammerl so klein ist, ist natürlich auch nicht hilfreich, weil so breitet sich das Chaos auch über die restliche Wohnung aus.

Bitte sagt mir, dass ihr das auch kennt und dass es bei euch auch so ausschaut, wenn ihr gründlich ausmistet und aufräumt! BITTE!

Naja, nach ein paar Tagen mit Fluchtreflex (dem ich heldenhaft nicht nachgegeben hab) bin ich gestern doch endlich fertig geworden und es schaut jetzt so aus:

Kaum wiederzuerkennen, oder?
Und der Rest ist auch wieder ordentlich:

Jetzt wird noch der Kühlschrank mit schwarzer Klebefolie beklebt und dann dann bin ich zufrieden.

Ja, jetzt aber zurück zur Seife, um die es bei diesem Post eigentlich gehen sollte …
Sie ist nicht so schön grün, wie die letzte, leider, aber das ist auch wurscht, wird sie doch eh braun werden.

Hier also ist sie, meine Savon d´Alep:

Und ich hab zu früh gestempelt, was man leider sieht.
Aber eine solche Seife darf eh ein bissl rustikal sein, finde ich.

Rezept: 48% Olivenöl, 28% Lorbeeröl, 24% Babassu, 2TL Zucker und ein kleiner TL Salz (für die Härte).
Wasseranteil: 25%
Duft: keiner

So ihr Lieben, die ihr es bis hier unten geschafft habt.
Ich verschwinde jetzt in mein schönes, ordentliches, sauberes Seifenkammerl und tue mein Bestes es bei der nächsten Seife nicht gleich wieder zu versauen.

Salzsteine …

… liegen wirklich wunderbar in der Hand.

Schon lange hab ich keine Salzseife mehr gesiedet und noch länger keine gezeigt.
Langsam aber schwindet mein Vorrat dahin und nachdem meine im Frühjahr, nach Mojas Idee gesiedete KOH/Essig Salzseife ein Reinfall war (die Seifen wollten so gar nicht aus der Form und zwar wochenlang! nicht – immer ist was hängen geblieben, sie wurden nicht richtig fest und auch das Waschgefühl hat mir persönlich nicht wirklich gefallen), hab ich mich gestern wieder ans Werk gemacht.
Diesmal nicht rein mit KOH verseift, sondern eine 90:10 (NaOH:KOH) Mischverseifung mit Essig als Laugenflüssigkeit.

Diesmal gefällt mir das Ergebnis richtig, richtig gut!
Sie schauen nicht nur samtig aus, sie fühlen sich auch so an und sind gleichzeitig knallhart und schwer.

In den Seifen-Salz Leim hab ich ein halbes Teelöfferl grobes schwarzes Salz gerührt, was mir unglaublich gut gefällt.
Ansonsten ist ganz fein gemahlenes Meersalz drin und zwar 300g auf 300g GFM.

Rezept:
96% Kokosöl
4% Rizinusöl
100% Salz
Laugenflüssigkeit: 5%iger Tafelessig (den hab ich nicht extra berechnet, sondern den Laugenunterschuss ein wenig niedriger angesetzt, sodass ich jetzt einen geschätzten Laugenunterschuss von 12% hab)

Duft: 2 Teile Litsea Cubeba und je 1 Teil Coriander, Neroli naturident und Benzoe (alles ÄÖs) was einen himmlischen Duft ergibt.

Diese Steine fühlen sich soooo schön an, ich bin ganz verliebt und auch wenn sie von einer langen Lagerzeit durchaus profitieren, ein Stück wird heut mit ins Bad wandern.

Update:
Ich konnte nicht bis am Abend warten, ich musste ein Stück gleich in meinen Händen drehen und was soll ich sagen.
Diese Seife ist toll.
Sie schäumt wirklich schön und willig und üppig, schon überhaupt für eine Salzseife.

Von wunderbaren Menschen und Regenbögen …

Ich liebe Regenbögen.
Und ich liebe es, dass ganz wunderbare Menschen in meinem Leben sind.
Zum Teil sind sie über mein allerliebstes Hobby, dem Seife sieden, in mein Leben getreten.
Manche (bisher) nur virtuell, viele aber mittlerweile auch persönlich.

Zwei davon haben Anteil an meiner letzten Seife.
Zum einen Iris/Lacky, zum anderen Ruth (von Lumbinigarden).
Ruth hat die meisten meiner Stempel gefertigt, wie auch die beiden, die diese Seife zieren.

Iris hat den Buddha-Stempel bestellt und mir geschickt.
Einfach nur so!
Wie großartig ist das denn bitte?!

Und weil ich Regenbögen liebe, sitzt der Buddha jetzt unter einem solchen.
Ok, die Schichten sind nicht so akkurat, wie ich es mir gewünscht hätte.
Der Leim hat mal zu schnell, mal zu langsam, angezogen, aber was solls, sie gefällt mir trotzdem ausgesprochen gut.

Und ich liebe diese Stempel!
Und die Seife duftet soooo gut nach Sommer!

Rezept (nur mit den Zutaten, weil nicht meins):
Kokos, Palm, Sonnenblume ho, Kakaobutter
Das Wasser für die Lauge hab ich stark reduziert und dafür noch 30g Joghurt in die geschmolzenen Fette gerührt.
Duft: eine Mischung aus Gingko Limette, Neroli naturident und Litsea Cubeba

Vielen Dank an Iris und Ruth, ihr seid wirklich was ganz Besonderes!

Ja, es ist heiß …

… zu heiß für alles, irgendwie.
Aber nicht um Seife zu machen.
Zwar läuft die Schutzbrille schnell an und es bildet sich am Übergang zu Wange schnell ein kleiner Schweiß-See, aber was solls.
Schwitzen ist ja gesund.

Trotz anhaltender Hitze hab ich mich also, angefixt von Dandelion (mal wieder), in meine Seifenküche gestellt, musste ich diese Technik doch auch unbedingt ausprobieren.
Und sie gefällt mir.
Sehr.
So sehr, dass ich da auf jeden Fall noch ein wenig herumexperimentieren werde.
Denn da ist eindeutig noch Luft nach oben.
Ursprünglich ist diese Technik von “From Grace to You”  – schaut mal bei ihr vorbei, die Frau macht großartige Seifen!

Na jedenfalls macht man sich bei dieser Technik einen sehr flüssigen Seifenleim zu Nutze um sowas wie gegossene Blümchen zu bekommen.
Das ist gar nicht so einfach wie man denken könnte, denn es braucht die richtige Eingießhöhe und die richtige Menge, die man eingießt, sonst wird alles nur verwaschen.

Ich zeig euch einfach mal meine Ergebnisse.

Versuch Nr. 1:

Bei diesem Versuch wurden nur 2 von den 6 Seifen so, dass man annähernd erkennen kann, was es sein soll, nämlich eine Blume.
Trotzdem mag ich diese Seife.
die Farbkombi gefällt mir, genauso wieder Duft und das Rezept ist auch ein ganz Feines (auch von Dandelion).

Duft: Zitronige ÄÖ Mischung mit Neroli naturident

Versuch Nr. 2 ist schon ein wenig gelungener:

Auch diese Seife gefällt mir sehr, aber da geht noch was …

Rezept: Kokos, Palm, Erdnuss und Kabu, sowie stark reduzierter Wasseranteil und ein wenig Milch (das genaue Rezept möchte ich hier nicht aufschreiben, da es nicht meines ist).
Duft: Spearmint und Pfefferminze – herrlich erfrischend

Mit einem Foto meines Katerchens wünsch ich euch noch fröhliches Schwitzen.
Genießt es, der nächste Winter kommt bestimmt.

Nochmal eine Seife für zarte Häutchen …

… ist vor zwei Tagen entstanden.
Wieder ganz simpel und aufs Wesentliche reduziert.

Ein schönes neues Rezept mit feinen Ölen, unbeduftet und ungefärbt, aber dafür in meine momentanen Lieblingsformen gegossen.

Erste Anwaschtests erfreuen meine Hände schon sehr, denn die Seife im Babyalter schäumt schon wunderschön weich und üppig, ohne meine Haut irgendwie austrocknen zu lassen.

Ich glaub ich hab das erste Mal Sesamöl verwendet und ich glaub es war nicht das letzte Mal.

Es gibt echt nix Befriedigenderes als eine Seife anzuwaschen und in weichen Schaumbergen zu schwelgen und nachher angenehm weiche Haut zu haben.

Das genaue Rezept ist:
26% Kokosöl Bio
20% Sesamöl Bio
20% Distelöl ho
15% Olivenöl Bio
10% Cupuacubutter Bio
5% Schwarzkümmel
4% Rizinus

Seide, Schachtelhalmtee-Sole und Ziegenmilch für die Lauge

Duft: keiner

Einen besonderen Dank möchte ich noch loswerden, an zwei meiner Freundinnen, denen ich ein paar meiner neuen Lieblingsformen verdanke.
Angelika für die Torso-Formen und Asja für die Spiralformen.
Danke ihre Beide!

Für Sensibelchen …

… ist diese Seife gedacht und gemacht.

Ganz mild, ganz pur ohne Farbe und ohne Duft, ist sie.

Die Spiralformen hab ich von einer ganz lieben Freundin geschenkt bekommen und sie machen mir sehr viel Freude.
Sind sie doch wahre Handschmeichler, genauso wie die Rundlinge, nur dass sie etwas größer sind, was mir ausgesprochen gut gefällt.


In ihnen steckt viel Avocadoöl, Olivenöl, Kokosöl und etwas Schwarzkümmelöl (alles nativ und Bio), dazu noch zwei Esslöffel Kaolin und Sole.

Sie sind unbeduftet, denn sowohl das grüne Avocadoöl, als auch das herrliche Olivenöl geben der gereiften Seife einen herrlich sauberen Duft.

Und wieder einmal hab ich festgestellt, dass mir die unspektakulären, schlichten Seifen am allerbesten gefallen.

Der Wurm drin …

… so scheint es zumindest im Moment.
Also es ist nicht so, dass die letzten Seifen misslungen sind.
Aber entweder sie werden nicht so, wie ich es mir vorstelle, oder sie machen komische Sachen bei der Herstellung.

Angefangen bei meiner Rasierseife.
Die wurde zwar tatsächlich ziemlich genau so, wie ich sie wollte, aaaaber …
… sie hat mich bei der Herstellung überrascht und überrumpelt.
Es war das dritte Mal, dass ich diese Seife (nach diesem Rezept) gemacht hab und jedes einzelne Mal wars anders.
Beim ersten Mal hats noch am besten geklappt möchte ich sagen.
Das Rezept ist ja wirklich kein einfaches und man braucht schon ein bissl Nerven.
Beim ersten Mal hats angedickt, aber sich wieder schön geschmeidig rühren lassen und ich konnte dicken Leim in die Formen gießen.
Beim zweiten Mal hats angedickt und ist bröcklig geblieben und ich musste die Bröckel in die Formen stopfen.
Und jetzt beim dritten Mal hat es angedickt, sich getrennt und dann binnen Sekunden (wirklich Sekunden), ohne Zufuhr von Wärme, im Rührbecher selbst heiß verseift!
Ganz ehrlich, vom Lauge in die Fette rühren, bis zum herrlich fluffigen OHP-Leim waren es maximal 3-4 Minuten – wenn überhaupt.

Aber der Reihe nach.
Ich hab versucht wieder so kühl wie es bei diesem Rezept möglich ist, zu arbeiten.
Das heißt, ich hab die Lauge im Kühlschrank ein wenig runter gekühlt (sie war grad mal handwarm) und erst zu den Fetten geschüttet, als die schon wieder einen festen Rand im Becher gebildet haben.
Wie immer und erwartet hat sich einmal ein fester Klumpen im Öl gebildet, der sich aber problemlos wieder glatt rühren ließ um sich dann aber gleich wieder zu trennen.
Also wunderschön geronnen sah der Leim aus und war warm.
Ich hab aber weiterpüriert und Sekunden später war alles wieder homogen und fluffig und verseift.
Totesmutig hab ich meine Zunge an den Leim gehalten und ja, ich hatte mich nicht getäuscht, der Leim war brizzelfrei und fertig.
Also ab in die Formen und nach ein paar Stunden konnte ich fertige Rasierseife ausformen und stempeln.
Leider ging alles rasend schnell, sonst hätte ich Fotos gemacht.
Soviel Nervernstärke, mein Handy zu holen, hatte ich dann aber doch nicht.
Allerdings hab ich die wunderbare Elefantenhaut meiner nicht O-, aber HP festgehalten:

Die fertige Seife hat sich wunderbar stempel lassen und schäumt auch wie gewohnt sehr üppig und stabil:

Rezept:
30% Schmalz
25% Kokosöl
20% Stearin
15% Erdnussöl
10% Myristinsäure

Mischverseifung von 50:50 KOH:NaOH
Laugenflüssigkeit hab ich diesmal stark reduziert und die fehlende Menge in Form von Ziegenmilch zu den geschmolzen Fetten gegossen.

Duft: Lavendel-Amber und Teebaumöl

Die nächste Seife, die Spompernadeln gemacht hat war eine Moor-Ziegenmilch Seife.
Moor heizt auf, das wusste ich.
Deshalb hab ich recht kühl gearbeitet.
Trotzdem ist es dieser Seife sehr warm geworden.
Das zeigt sich vor allem in der Haptik.
Abgesehen davon ist sie mir zu dunkel geworden.
Sie sollte eigentlich nur schön braun werden, ist aber tatsächlich fast schwarz.
Dafür kann aber die Seife nix, das war schon mein Fehler.
Wie auch immer, auch sie hat sich fein stempeln lassen:

Rezept:
70% Olive
22% Kokos
je 4% Kakaobutter und Rizinus
Auch hier wieder hab ich einen großen Teil des Wassers für die Lauge, durch Ziegenmilch ersetzt.
Duft: Lavendel-Amber

Weiter gehts mit einer blumigen Seife.
Das zumindest war der Plan.
Ein schöner, schwungvoller Swirl war der Plan.
Wie es mit Plänen oft so ist, ist er nicht aufgegangen und der Swirl gefällt mir gar nicht.
Klar, die Seife ist nicht schlecht. Gar nicht.
Aber meine Lieblingsseife wird sie nicht werden.
Der Leim hat ordentlich angedickt, obwohl das PÖ eigentlich brav sein sollte und auch sonst nix, das Andicken verursachen hätte sollen.

Fotografiert hab ich die zwei schöneren Stücke, der Rest ist nur ein chaotischer, unharmonischer Swirl.

Rezept: ein 25er
Duft: Lindenblossom vom Manske

Tja und dann noch eine, die angedickt hat – ebenfalls eher unerwartet:

Hier wollte ich mal wieder mit meinem selbstbebasteltem Kamm in der Form swirlen, hab mir dabei tiefe Furchen durch den Leim gezogen, die sich nur nach mehrmaligen festen Aufstampfen wieder halbwegs schließen ließen.
Ich hab dann noch ein wenig und ohne große Lust, mit dem Stäbchen, im Divi herumgerührt und wieder ordentlich gestampft.
Einen Teil der Seifen hab ich abgehobelt.
Hat mir die Seife aber nicht sympathischer gemacht.
Nunja, sie hat schon ihre Liebhaber gefunden, sodass sie bald übersiedeln darf.

Rezept: 34% Kokos, 33% Reiskeim, 33% Palm, Zucker und Salz
Duft: Fairy Dust

So und jetzt brauch ich dringend ein Erfolgserlebnis und werde eine ganz schlichte Avocadoölseife machen.
Schönen Sonntag noch …

Streifen … überall sieht man Streifen …

… bei Moja, bei Bettie, im Forum …

Überall  sprießen auf den diversen Blogs die wunderschönsten Streifenseifen.
Und da ich ja  ü ü ü b e r h a u p t  n i c h t  empfänglich bin (nicht), musste ich auch Streifenseife machen.

Und ich muss sagen, das ist schon ganz schön nervenzerfetzend.
Dickt der Leim eh genug an?
Versinkt die nächste Schicht eh nicht in der vorherigen?
Wann kann ich denn die nächste Schicht gießen?
Hoffentlich dickt der restliche Leim während der Wartezeit nicht zuviel an!

Nunja, sag ma mal so … es hat geklappt.
Ich bin sehr zufrieden.
Die Schichten sind gerade, der Leim war artig und das andickende PÖ hat getan, was es tun sollte.

Und endlich hab ich mit Fiery Fusion von UMU ein recht schönes Rot hinbekommen.
Das muss man echt gnadenlos überdosieren.
Also wenn man denkt es reicht, noch was nachlegen.
Hier waren es für ca 3 EL Leim ein halber TL voll.
Das ist schon mächtig viel.
Normalerweise hab ich auf die gleiche Menge Leim die Hälfte an Mica und das ist schon nicht wenig.
Nun gut, jetzt weiß ichs.
Mein neues Kantenhobeldings arbeitet auch hervorragend, allerdings muss ich mir angewöhnen, die Kanten nicht sofort zu machen, denn je fester die Seife, desto besser klappts.
Aber man lernt ja (bekanntlich nie aus).

Rezept:
25% Kokosöl, 13% Shea, 12% Kakaobutter, 25% Olivenöl (hell), 25% Erdnussöl, Meerwasser und Seide
Duft:
eine Mischung aus Seaside Holiday und Gingko Limette (beide dicken an, aber machen keinen Blitzbeton).

Ich liebe, liebe, liebe Ziegen …

… und ich liebe, liebe, liebe Griechenland, ganz besonders Karpathos.

Griechenland ist irgendwie meine zweite Heimat.
Ich liebe dort alles.
Angefangen mit dem Duft, der salzigen, warmen Luft, die so fein nach sonnenbeschienen Kräutern duftet und nach Meer und Sand und Sonne.
Dann die Menschen, die immer freundlich sind und in der Regel sehr zufrieden wirken.
Diese herrliche perfekte Unperfektheit, die man an jeder Ecke sieht.
Das kristallklare Wasser.
Die Ziegen die einem überall begegnen und die frei auf den Inseln herumwandern können und sich einfach mal dorthin legen, wo es ihnen gefällt und wenns mitten auf der Straße ist.
Die zirpenden Zikaden …
Ich könnte ewig so weiter machen, aber ja … ich liebe Griechenland.
Ganz besonders Karpathos, das alles vereint, was ich an Griechenland schätze.

Auch heuer waren wir wieder dort und wie immer ist eine Flasche Meerwasser, Sand und Steine und noch ein bissl mehr mit nach Hause geflogen.

Gestern mittag sind wir in Wien gelandet und nachdem die erste Maschine Wäsche aufghängt war und die zweite Fuhre Wäsche ihre Runden in der Maschine gedreht hat, bin ich in meiner Seifenküche gestanden und hab mein Meerwasser und Ziegenmilch verseift.
Gekrönt wurde meine Freude noch mit neuen Spielzeugen, die ich vor dem Urlaub bei Dandelion mitbestellen durfte und die schon in meinem Postkastl waren, als wir heimgekommen sind.
Drei neue Stempel und ein sogenanntes “Edge Tool” von Soap Stamps 4 U.
Die galt es natürlcih auszuprobieren. :c015:

Herausgekommen sind zwei ganz schlichte Seifen, wie ich sie liebe.

Als erstes eine ganz schlichte 70%ige Olivenölseife…

…mit unserem “heiligen” Olivenöl, Kokos und Shea
Die Lauge hab ich mit Meerwasser 1,4:1 (Meerwasser:NaOH) angerührt, die fehlende Flüssigkeit ist in Form von Ziegenmilch zu den geschmolzenen Fetten gewandert.
Die Seife hat ganz schön gut gegelt und wie man sieht ist sie trotzdem nicht braun, oder irgendwie hässlich.
Sie müffelt auch nicht.
Das schreib ich nur, weil ich immer noch lese, dass Milchseifen braun werden, beim gelen, bzw. stinken.
Beduftet ist sie mit Orangenöl extrastark, Amyris und Patchouli.

Die zweite Seife ist eine OHP mit Honig und Ziegenmilch.
Die rustikale Optik gefällt mir ausgesprochen gut muss ich sagen und ich hab sie mir genauso erhofft.

Hier hab ich die Laugenflüssigkeit auch auf 1,4:1 reduziert, was natürlich zur Folge hatte, dass der OHP-Leim sehr trocken und fest war.
Nach der Verseifung hab ich die restliche Flüssigkeit in Form von Milch dazugerührt, dazu noch 10% (gemessen an der GFM) Honig.
Das Gemisch hat sich logischerweise nur schwer bis gar nicht unterrühren lassen, woraus sich diese stückige Optik ergibt.
Verutlich wird sie nicht ganz gleichmäßig trocknen, aber das macht mir nix aus.
Diese Seife ist und darf rustikal sein und blieben. :smilie_happy_076:

Meine neuen Stempel durften natürlich jeweils eine Charge der Seife verziehren und das Edge Toll funktioniert auch hervorragend.
Danke Asja, dass du mich in die Suche nach so einem Teil eingebunden hast und danke Dandelion, die ich wiederum damit angesteckt hab und die das Teil letztendlich gefunden und auch bestellt hat und wo wir dankenswerterweise mitbestellen durften. :f010:

Und wie es sich gehört zeig ich euch auch noch ein paar Impressionen aus unserem Urlaub: