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Walpurgisnacht …

… ist die Nacht um Kräuterseifen zu sieden.
Für mich zumindest.
Und für viele andere Sieder ebenfalls.
Oft, so auch dieses Jahr, läuft im Seifentreff ein virtuelles Gemeinschaftssieden, an Walpurgis – “rudeln” genannt.
Und da ich heuer genau am letzten April und ersten Mai frei hatte, hab ich mich gefreut mitmachen zu können.
Zwar hats mit der Nacht nicht ganz geklappt, aber das ist auch nicht so wichtig.
Am 1. Mai sind dann bei mir 2 Seifen entstanden.

Als erstes natürlich die klassische, rustikale Kräuterseife (Kräuterseifen müssen bei mir immer richtig rustikale Brocken sein):

Diese ist eigentlich gar nicht rustikal genug. Aber irgendwie ist es ganz schön schwer und ich bin schon recht stolz auf mich, dass es geschafft hab, nach einigen Jahren des ungenutzten Besitzes, meine Wellenspachtel eingeweiht zu haben!

Diese Seife besteht aus:
25% Kokosöl, 21% Schmalz, 50% Olivenöl und 4% Rizi und ca. 20g Cold Cream, die ich nicht mehr für meine Hände benutzen wollte.

Beduftet ist die Gute mit einer ätherischen Ölmischung aus Rosmarin, Litsea, Wachholderholz, Pfefferminze und Patchouli.

Die Laugenflüssigkeit war starker Schachtelhalmtee und an Kräutern ist drin, Frauenmantel, Johanniskraut, Zitronenmelisse und Holunderblüte.

Die zweite Seife ist ebenfalls eine ganz natürliche, aber ohne “Schrubbel”.

Diese Seife gefällt mir unglaublich gut.
Sie ist ganz samtig und “weich”.

Und der Schaum erst!
Der ist wirklich grenzgenial!
Hier nur ein paar mal in meinen Händen gedreht:

Und hier ein wenig öfter:

Das Rezept besteht aus lauter Restlölen und ich habs mir gar nicht genau notiert.
Aber drin ist Avocadoöl, Olivenöl, Hanföl, Kakaobutter, Kokosöl, und nochmal ca. 20g der  Cold Cream (siehe oben).
Außerdem ist Spirulinapulver drin, dass das Grün der Öle unterstützt.

Beduftet ist sie mit:
Litsea, Wachholderholz, Pfefferminze, Amyris, Lavendel und Patchouli.

Alles in allem mag ich meine zwei Walburgisseifen wirklich sehr.

Seid mir gegrüßt und bleibts weiterhin gesund!

Eine Kopie und ein Versuch …

… sind mir voriges Wochenende aus den Seifentöpfen gehüpft.
Auf Instagram ist mir eine Seife begegnet, die ich einfach nur atemberaubend fand.
Diese hier  und ich hab mich gezwungen gesehen, sie nachzumachen.
Was soll ich sagen, es ist mir nicht so ganz gelungen.

Also ok, ich find sie nicht schlecht, aber verglichen mit dem Original ist noch recht viel Luft nach oben.

Ich hatte zuviel Leim, sodass nicht alles in die Form gepasst hat Und auch die Farben sind nicht strahlend genug.
Aber naja, man kann nicht alles haben, schau ma mal, ob ich es nochmal versuche.
Rezept: ein 25er aus Kokos, Palm, Mandelöl und Olivenöl
Duft: eine sehr zitronige ÄÖ Mischung

Und dann hab ich eine drei Jahre alte reine Olivenölseife angewaschen, die mich absolut begeistert hat!
Die, die so beeindruckende Schleimfäden gezogen hat: hier zu sehen .
Diese Seife schäumt so derartig gut, dass hätte ich nie für möglich gehalten.
Ich, die ich immer behauptet hab, reine Olivenölseifen schäumen nicht, egal wie alt sie werden.
Zumindest bei mir nicht.
Aber nein!
Ich muss eingestehen, sie können das durchaus!
Viel und üppiger, feinporig-cremiger Schaum und keine Schleimfäden!
Herrlich.
Ein Genuss!
Ob das am Kastaniensud gelegen hat?!
Vermutlich!
Naja und deshalb hab ich wieder eine reine Olivenölseife mit Kastaniensud gesiedet.
Und weil mir das Eiklar in der “schwedischen Lanolinseife” so gut gefallen hat, hab ich ich auch noch ein Eiklar in die Fette püriert.

Leider sieht man einen leichten Gelkern, aber was solls.
Ansonsten ist die Seife absolut glatt und samtig und einfach nur herrlich.
Diese hab ich doch tatsächlich, auch im zarten Alter von ein paar Tagen, nicht zum Schleimfäden ziehen gebracht.
Ich bin sehr gespannt, wie sie sich entwickelt und ob sie mir in drei Jahren auch solche Freude bereitet, wie die letzte.

Rezept: 100% Olivenöl und ein Eiklar
Laugenflüssigkeit: Kastaniensud (von getrockneten Kastanienstücken)
Duft: eine Mischung aus den ÄÖs Lavendel, Bergamotte, Petitgrain, Zitrone, Grapefruit und Limette

Nachtrag:
Nachdem ich gerade für den Seifentreff Schaumfotos gemacht hab, möchte ich sie natürlich auch hier zeigen.
Hier also Schaumfotos meiner 3-jährigen puren Olivenölseife mit Kastaniensud:

Einmal nur kurz aufgeschäumt…

Und ein paar mal länger in den HÄnden gedreht…

Also ich find ja schon, dass sich dieser Schaum sehen lassen kann, schon überhaupt für eine reine Olivenölseife!

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende, genießt die neue Freiheit, aber bitte mit Vernunft und Maske.
Ich werde arbeiten, auch mit Vernunft und Maske.
Nachti!

 

Wenn Pläne aufgehen …

… und man bekommt, was man sich wünscht, dann ist das (zumindest beim Seife sieden) Anlass für ein fettes Grinsen im Gesicht.
So ging es mir am Sonntag, als ich noch einen Versuch gestartet habe, einen Swirl hinzubekommen, wie ich ihn mir gewünscht habe.

Schon das Topping hat mich glücklich gemacht.

Und es ist mir gelungen.
Der Swirl ist genauso geworden, wie erhofft.
Die kleinen Micatupferln, an denen bin ich selbst schuld, denn die Anrührschüsserln waren nicht ganz trocken. Durch die paar Tropferln Wasser, die sich natürlich nicht mit dem zum Anrühren verwendeten Öl gemischt haben, hat sich das Mica nicht ganz glatt rühren lassen.
Aber was solls, es stört mich nicht nennenswert.

Die Seife ist wunderschön weiß, die Farben strahlen, trotz der gesättigten Sole, die ich für die Lauge verwendet hab, wunderschön und sie glitzern herrlich.
Eigentlich wär jetzt wieder Zeit für eine schlichte Seife, aber gestern ist mir auf Instagram eine so wunderschöne, ganz bunte Seife vor die Augen gehüpft, dass ich diese als nächstes machen möchte.
Mal schauen, wann ich die Zeit dafür finden werde.

Zurück zur aktuellen Seife …
Rezept: 25% Kokos, 25% Palmfett, 25% Mandelöl, 21% Erdnussöl und 4% Rizinus
Dazu noch die gesättigte Sole als Laugenflüssigkeit und 3g Seidenfasern.

Duft: eine ÄÖ-Mischung aus Zitrone, Bergamotte, Grapefruit, Limette, Coriander und schwarzem Pfeffer

Seid mir alle gegrüßt und bleibts gesund!

Wieder mal was Buntes …

… nach langer Zeit.
Ich liebe die einfachen, am besten ungefärbten Seifen sehr, aber der Frühling – fast schon der Sommer wenns nach den Temperaturen geht – ist da, alles blüht und duftet und so haben mich mal wieder meine Farben gelockt.
Entstanden ist eine Seife, die definitv bunt ist.
Sehr bunt.
So sollte sie überhaupt nicht werden.

Also bunt schon, aber nicht sooo bunt.
Ich wollte die Farben eher schön definiert und mittig haben.
Aber Seife macht ja oft was sie will und so haben sich die Farben schön im ganzen Block ausgebreitet und was soll ich sagen … ?
… Sie gefällt mir ausnehmend gut so.


Allerdings hat das jetzt zur Folge, dass ich heute noch eine bunte Seife machen muss, denn ich möchte doch auch so eine haben, wie ich sie im Kopf hatte. 
Also nix Besonderes, einen ordentlichen schönen Swirl halt mit mehr Weiß, als in dieser Seife. 

Rezept: 
je 25% Kokos und Olive, 21% Reiskeim, je 10% Kakaobutter und Sheabutter, 5% Palmfett und 4% Rizinusöl
Dazu Seidenfasern und Salz. 

Duft: eine ÄÖ-Mischung aus Lavendel, Zitrone, Grapefruit, Limette und Bergamotte und ich kann nur sagen, sie duftet himmlisch. 



Ich werde am Wochenende arbeiten, aber allen die frei haben, wünsche ich ein tolles Wochenende. 

Gesund bleiben! 

Bisschen Frühling …

… zumindest in Form von Seife.
Auch wenn draußen langsam aber sicher der Frühling Einzug hält, die meisten von uns bekommen davon – aufgrund der momentanen Situation – nicht soviel mit, wie sie gerne würden.
Glücklich sind alle, die einen Garten oder einen Balkon haben.
Vor allem für alle, die sich gerade im Homeoffice oder in der Kurzarbeit befinden.
Ich hab ja das Glück, dass ich in einem Beruf arbeite, der weiter arbeiten darf und auch muss.
So hab ich zumindest in der Arbeit meine sozialen Kontakte, auch wenn die Rahmenbedingungen aktuell nicht gerade angenehm und lustig sind.
So befinde ich mich im Moment entweder in der Arbeit oder daheim.
Aber da müssen wir durch und wir werden das auch schaffen und irgendwann wird sich die Situation auch wieder normalisieren … Stück für Stück …

Na jedenfalls hab ich mir den Frühling geseifelt.
In Form einer ganz einfachen Seife mit schönen Inhaltsstoffen.

Sie duftet herrlich und hat eine wunderbar samtige Haptik.

Verziert mit meinem Kirschblütenstempel, der auf dieser Seife richtig schön rauskommt.

Rezept: 25% Kokos, 25% Bio-Olive, 21% Reisekeim, 15% Shea, 10% Kakao, 4% Rizi
dazu Kaolincreme und Seide
Duft: jap. Cherry Blossom von NG

Das wars schon wieder von mir.
Bleibts gesund und haltets alle die Ohren steif.

Schlicht und einfach …

… Seife.
Ja, mal wieder hab ich zwei ganz einfache ungefärbte Seifen gesiedet.
Viel gibts also zu diesen Seifen nicht zu erzählen.
Zumindest, was die Optik betrifft,

Die erste Seife ist mal wieder meine Lieblingsaleppostyle Seife.

Diesmal hab ich ihr ein wenig Milch gegönnt.
Ansonsten ist das Rezept, wie immer.

Rezept:
48% Olivenöl, 28% Lorbeeröl, 24% Babassuöl, 2TL Zucker und ein kleiner TL Salz
Ein Esslöffel Ziegenmilchpulver in einem Schluck Wasser aufgelöst.
Unbeduftet

Die zweite Seife macht optisch auch nicht viel mehr her, ist aber was den Inhalt betrifft, besonders.
Denn ich hab Dandelions Vinola nachgesiedet.

Das Rezept hab ich vollkommen übernommen.
Das Besondere bei ihr ist, dass in den Seifenleim auch noch Coldcream reinkommt.

Die Seife ist wunderbar weiß und ist lange weich geblieben.
Sie hat sich auch unglaublich schwer stempeln lassen, was man hier gut sehen kann:

Aber waschen tut sie ganz besonders schön.
Sie schäumt unglaublich gut und fluffig, sodass ich mir schwer tu, sie aus der Hand zu legen.
In den momentanen Zeiten ist aber langes Händewaschen eh nicht das Schlechteste was man tun kann und so genieße ich diese Seife, obwohl sie noch ganz jung ist.

Sie trocknet meine Hände überhaupt nicht aus, duftet herrlich und ist sicher nicht das letzte Mal gesiedet worden.

Das Rezept kann ich nicht genau verraten, da es nicht meins ist aber drin ist:
Olivenöl, Kokosöl, Sheabutter, Schmalz und Rizinusöl und 50 g Coldcream, bestehend aus Bienenwachs, Cetylalkohol, Mandelöl und Wasser.
Duft: Margarita von NG

Ich hoffe ihr seid alle noch gesund und wünsche euch, dass ihr es auch bleibt.
Versucht aus der verordneten Isolation das Beste zu machen.
Macht wozu ihr sonst nie Zeit habt.
Macht was euch Spaß macht.
Lernt was Neues.
Genießt die Entschleunigung und die Stille.
Ich hoffe wir alle werden aus dieser Erfahrung etwas mitnehmen und lernen.
Und bitte, bitte bleibt daheim, wenn ihr nicht arbeiten gehen müsst, das kann Leben retten.
Wir müssen auf unser Gesundheitssystem und unsere Ärzte und Pfleger gut aufpassen, sonst haben wir bald Zustände wie in Italien und das möchte wirklich niemand!

Bleibts gesund!

Irgendwas ist ja immer …

… im Moment bin ich krank.
Die ersten vier Tage hats mich echt niedergestreckt.
Also so richtig, mit den ganzen Tag herumliegen und maximal vom Bett auf die Couch wechseln und wieder zurück.
Am Tag 4 hat mir dann schon alles weh getan von der Herumkuglerei und außerdem hat mein Hirn wieder angefangen zu arbeiten.
YT hat geglüht und mir alle möglichen (und unmöglichen) Videos vorgeschlagen.
Mir war schlicht und einfach soooo langweilig, dass ich auf blöde Ideen gekommen bin.
Eine davon war, dass ich mir ja eigentlich die Haare abschneiden und meine 4 Dreads entweder auskämmen, oder auch einfach abschneiden könnte!
Und wenn ich die Dreads abschneide, könnte ich mir ja eigentlich auch einen Undercut machen, dann wärs nicht mehr so heiß im Nacken … Chrmchrm…

Also dazu muss man sagen, dass meine Mähne seit …. pfffhhhhh … keine Ahnung … 18- 20 Jahre keinen Frisör mehr gesehen hat!
Ich schneide selber und ich färbe selber (3-4 x im Jahr versuche ich mein früheres Blond wieder zu bekommen – im Sommer erledigt das eh die Sonne).
Lange Haare hatte ich mein ganzes Leben lang – bis auf einmal, wo ich mir dringend eingebildet hab, dass ich auch mal kurze Haare will.
Die Frisörin hat fast geweint, meine Mutter hat der Schlag getroffen (ich war 12 und mit meiner Freundin in den Ferien) und ich habs … naja sagen wir mal … ab dem 2. Tag nach dem Schnitt, für mindestens ein Jahr bereut!
Das war der damals kleinen Claudia eine Lehre und so war das Kürzeste was ich hatte ein schulterlanger Pagenkopf.
Aber seit locker 20 Jahren, waren meine Haare lang.

Also gut, ich hab mich also von der Couch ins Bad begeben – es war so ca. irgendwas zwischen 23 Uhr und 1 in der Früh (wenn man 4 Tage mehr oder weniger geschlafen hat, dann braucht man irgendwann einfach keinen Schlaf mehr) und da stand ich im Bad, die Schere in der Hand und die Worte meines Mannes im Kopf “Is mal wieder soweit?” und “Du wirst es wieder bereuen!” und “Mach wast willst!”

… also es ist dann doch nicht, wie geplant Schulterlang geworden, sondern nur 20 cm kürzer.
Vor dieser Aktion gingen mir die längsten Haare bis knapp oberhalb von meinem Hintern, jetzt gehen die längsten bis zum BH.
Also lang sind sie noch immer.
Von Vorne sieht man gar nix, von Hinten nur wenn man aufmerksam ist und von den 4 Dreads hab ich jetzt nur noch 3 (den einen, der zu hoch oben saß und immer gestört hat, beim frisieren, hab ich ausgekämmt).

Ok … warum erzähl ich das eigentlich?
Interessiert vermutlich kaum bis überhaupt niemanden.
Aber jetzt hab ich schon solange getippt, jetzt bleibst stehen.

Und wer tapfer bis hierher durchgehalten hat, oder runtergescrollt hat, dem zeig ich jetzt meine letzten Seifen.

Also wie gesagt ich bin krank  – mit der Tendenz zum gesund werden und ich hatte mehr als genug Zeit auf YT und FB und IG und allen möglichen anderen Plattformen herumzusurfen und mir Seifenbilder anzuschauen und die neuesten Seifentrends …
Und trotz der Erfahrung der letzten Jahre, die klar zeigt, Seife machen sollte man nur, wenns einem gut geht (also ICH zumdindest), weil sonst wirds nix, oder zumindest ist das Ergebnis meilenweit von dem entfernt was man gerne möchte.

Was soll ich sagen, es war auch diesmal so!
Auf Instagram hab ich eine wunderschöne Seife entdeckt (also nicht nur eine natürlich), an deren Optik ich mich anlehnen wollte.
Farben ähnlich und auch den Swirl ähnlich.
Die Seife ist von der genialen Kinoshitakazumi und ich dachte, das kann ich doch auch.
Locker aus dem Handgelenk …


Das geht schon …
Schaut euch den Link an…
… habt ihr ihn angeschaut?

Dann …
… findet den Fehler:

Tja, der Leim war zu flüssig, ich hab zu eng geswirlt und somit – zumindest zum Teil – eine graubraune Einheitssuppe bekommen.

Allerdings ist diese Seife ein Chamäleon.
Je nach Licht schaut sie ein wenig anders aus.
In der Sonne strahlt sie durchaus.

Und sie ist sooooo glatt!
Und sie duftet gut und sie hat ein schönes Rezept:
36% Olive
36% Reiskeim
24% Kokos
4% Rizi
Duft:
Margarita von NG und Japanese Grapefruit von Behawe
Und ganz hässlich ist sie auch nicht, wenn man das Vorbild mal gepflegt vergisst.

Dann kam mir der momentane Hype wieder unter die Finger, historische Seifen zu sieden.
Allen voran die Schwedische Eiweiß-Lanolin Seife.
Nau … also da kann ja mal schon überhaupt nix passieren.
Eine einfache weiße (ungefärbte) Seife mit einem angenehmen Duft …
Tz … das schaff ich doch locker, auch mit Fieber (was ich aber eh nicht hatte).
Also meine liebste Seifensiederin Dandelion als Vorbild genommen, bzw. mit ihr mal schnell ein bissl Telefonaustausch betrieben und ihr Rezept verwendet.

Ok, ok, also das mit dem Eiklar in der Seife ist möglicherweise doch nicht gaaaaanz  so locker, weil es kann andicken.
Gut, also eigentlich ist das ja auch kein Problem, weil ich bin ja immerhin kein Anfänger (ich hoffe ihr hört die Selbstironie heraus?), schon gar nicht bei einer ungefärbten Seife.
Ging auch soweit alles richtig gut.
Der Leim hat wieder Erwarten absolut nicht angedickt, alles war gut und homogen und hat gut gerochen und dann hab ich sie zum wärmen ins leicht warme Backrohr (gemeinsam mit der Divi-Seife) gestellt.
Brav hab ich immer wieder mal nach ihr gesehen, weil Ei und so, das kann gut mal aufheizen und es soll doch bitte nix schief gehen, so auf den letzten Metern.

Tja und dann …
… bin ich der Couch eingepennt!
So richtig schön lange und natürlich ist passiert, was nicht hätte passieren dürfen!

Für die Eiweißseife wars zu lang zu warm und sie hat eine gewaltige Gelphase erlebt.
So richtig schön flüssig ist sie geworden und mir ist Böses geschwant, als ich sie aus der Wärme in die Kälte (den Balkon) befördert hab.
Ein weiteres Nickerchen später hab ich sie aus der Form befreit und geschnitten und mich zu Tode geärgert!

Naja, fast.
Es hätte schlimmer kommen können.
Zwar ist ihr wirklich zu warm geworden und nach dem Schneiden war sie doch recht … unglatt und auch feucht innen drin.
Klassisch zu warm geworden.
Aber nach dem kompletten Abkühlen hab ich sie gehobelt und siehe da, sie schaut nur so grisselig aus, sie ist es gar nicht.
Im Gegenteil, sie ist ganz glatt und eigentlich ganz fein.

Rezept nicht meins, daher ohne genaue Angaben:
Olive, Palm, Kokos, Lanolin, Rizinus, 2 Eiklar (auf 500 GFM) und Salz
Die Lauge  (Flüssigkeit ordentlich reduziert, wegen der Eier) hab ich mit Rosenhydrolat angerührt (ebenfalls von Dandelion übernommen)
Duft: Margarita von NG

Na servas!
Was für ein Roman!
Tut mir leid, aber wie gesagt … mir is fad!

Deswegen zeig ich euch jetzt auch noch kurz und schmerzlos zwei Seifen, die schon vor ein, zwei Wochen entstanden sind:

Rezept: Traumschaum mit Olive
Duft: Japanese Grapefruit von Behawe

Und zu guter Letzt eine Seife, mit deren Swirl ich absolut nicht zufrieden bin.
Der Leim hat angedickt, er ist nicht geflossen, sondern ist in die Form gebloabt und naja, schaut selbst:

Dieses Stück gefällt mir noch am besten, von allen anderen

… und trotzdem, irgendwie mag ich diese Seife.
Auch sie ist ganz glatt und Luftblasenfrei und sie riecht gut nach einer angenehmen ÄÖ Mischung.

Rezept:
Fragt mich nicht, ich habs vergessen.
Vermutlich eins der üblichen Verdächtigen.
Duft:
ÄÖ-Mischung (zitronig mit Neroli)

So und jetzt … jetzt ist echt Schluss!
Sorry für die Wortflut, aber ich bins echt nicht mehr gewöhnt so viel alleine zu sein.
So wenig rede ich sonst nie und ich genieße es auch irgendwie, trotzdem lang kann ich nicht mehr krank sein.
Freu mich schon wieder aus Arbeiten am Wochenende.

Habts gut und passt auf euch auf und ich verkneif mit grad den einen oder anderen Corona(virus)-Witz …

Stutenmilchseife …

… klingt erstmal echt herrlich.
Ist sie auch.

Allerdings würde ich keine Stutenmilch mehr kaufen, seitdem ich gelernt habe, dass das Melken für die Stuten nicht gerade lustig ist.
Mein Milchpulver allerdings deswegen nicht zu verwenden wäre auch blöd, also genieße ich diese Seifen noch.

Gegelt hat sie nicht, aber ich hab sie sanft gewärmt  (bei 50 Grad im Backrohr) und so war der Verseifungsprozess trotz allem innerhalb von ein paar Stunden abgeschlossen, ohne dass sie sich nennenswert verfärbt hat.

Auch der Schaum kann sich sehen lassen.

Hier ganz kurz aufgeschäumt:

Hier ein wenig länger:

Also in Anbetracht, dass die Seife erst 2 Tage alt ist, einfach nur schön!
Und auch schon sehr sanft zur Haut – von austrocknen keine Spur.
Sie duftet auch herrlich nach einer schönen zitronigen ÄÖ-Mischung.

Mal was Anderes …

… als Seife.
Ich bastel ja generell gerne herum.
Unter Anderem mach ich auch gerne sogenannte Travelers Notebook Cover, für Papierkalender.
Denen bin ich schon seit vielen Jahren verfallen.
Als ich das erste Mal auf diese Ledercover aufmerksam geworden bin, konnte man die in Europa nirgendwo bestellen, oder kaufen.
Also bin ich schon damals dazu gezwungen gewesen, mir eins selbst zu basteln.
Mittlerweile gibt es viele Hersteller und die Dinger sind echte Luxusartikel.
Ich bin mir ja meist zu geizig, sowas zu kaufen und mach sie mir deswegen selbst.
Neuerdings auch gerne mal mit Seitentaschen um Zettelchen, Visitenkarten, etc. darin unterzubringen.
Jetzt hab ich die Größe geändert und mir zu Weihnachten das erste Mal ein solches Cover bei Pedori Vienna bestellt.
Allerdings ist das Handarbeit und die Lieferzeit beträgt 8 Wochen.
Das ist selbstverständlich vollkommen ok, aber nachdem Geduld nicht meine Kernkompetenz ist, hab ich mir für die neue Größe und meinen neuen Kalender ein Wartecover gebastelt.
Und das möchte ich euch gerne heute zeigen:

Auch das Stifttäschchen hab ich selbst gemacht, hier sieht das Leder langsam recht schön geliebt aus.

Von diesem Jahr verabschieden …

…  möchte ich mich mit einer Seife, die ich ganz besonders liebe.
Dieses Jahr sind weniger Seifen entstanden, als in all meinen Siederjahren zuvor.
Und wenn, dann waren es meist sehr schlichte Seifen, ohne viel Schnickschnack.
Einerseits, weil das wirklich meine absolut bevorzugte Art Seife ist, andererseits, weil ich wirklich ordentlich beschäftigt war, dieses Jahr.
Und das soll bitte kein Jammern sein, gar nicht.
Ganz im Gegenteil.
Dieses Jahr, zählt zu einem der besten.
Ich hab eine Arbeit, die mich erfüllt.
Ich hab eine tolle Familie die gesund und munter ist und die sich richtig gut versteht.
Ich hab Erfahrungen machen dürfen, die mich sehr glücklich machen und bei denen ich mich privilegiert und dankbar fühle, dass ich sie hab machen dürfen.

Soviel zu meinem Jahresrückblick – es war ein richtig gutes Jahr!

Genug gesäuselt, jetzt kommt eine meiner absoluten Lieblingsseifen.

Lorbeerölseifen sind einfach nur toll!

Ich liebe den Duft dieser Seife, der ausschließlich vom Lorbeeröl kommt.
Ich liebe die Haptik, die diesmal wieder absolut glatt und seidig ist.

Diese Seife in den Händen zu drehen ist – für mich – ein absoluter Hochgenuss und ich muss immer ein paar Stücke davon in meinen Seifenkisten haben, sonst werd ich nervös.

Gestempelt hab ich sie wieder mit meinem Buchstabenstempelset, diesmal mit dem Gummihammer reingeklopft, was wirklich gut funktioniert hat.

Gefüllt hab ich meine Silikonblockform, mit rustikalem Topping (ich finde, gerade diese Seife darf gerne rustikal sein), wobei Leim für eine schlichte Einzelform übrig blieb, die ziemlich makellos ausschaut.
Ich bin nicht sicher, was mir besser gefällt?

Das Rezept ist ein altes aus 2016:
48% Olivenöl, 28% Lorbeeröl, 24% Babassuöl, 2TL Zucker und ein kleiner TL Salz

Hiermit verabschiede ich mich vom Jahr 2019.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, übertreibt es nicht mit dem Feiern (ich werde früh schlafen gehen, denn ich werde morgen arbeiten und Silvester ist eh gar nicht meins) und wir lesen uns wieder in 2020!