Archiv, Seife
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Ein Lebenszeichen…

…lang wars hier still, für meine Verhältnisse. Fast ein Monat, kein neuer Post, keine neue Seife. Aber dafür ein neuer Job, der mich ganz schön gefangen nimmt und schönes Sommerwetter, das mich aus dem Haus getrieben hat. Ich hab zwar geseifelt, aber erstens nicht wirklich viel (im Gegensatz zu der letzten Zeit) und dann auch nur lauter Durchschnittliches produziert. Immer die gleichen Rezepte und auch optisch keine Highlights.

Aber vor ca. einer Woche ist ein wirkliches Highlight entstanden, dass ich euch unbedingt zeigen muss…

Hihi…
Ja genau…schön oder? Nun, Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, aber ich denke hier kann kein Betrachter was Schönes entdecken. 😀

DAS meine Lieben, ist meine Harzseife.

Aus meinem im Mai gesammelten, und in Olivenöl gelösten

(nein, das ist keine Gehirnmasse im Glas)

Fichtenharz, ist diese Schönheit entstanden.
Ok, ich war vorgewarnt, aber ich dachte, das schaffst du schon. Andere vor mir haben doch auch traumhafte Harzseifen produziert. Allen voran meine liebe Freundin Dandelion, die sogar filigrane Swirls mit Harz geschafft hat.
Da, so dachte ich mir, werde ich doch eine ganz schlichte Seife zu Stande bringen.

NEIN!

Ich habs nicht geschafft. Trotzs sehr kühlem Arbeiten hatte ich binnen Sekunden, brösligen Seifenleim am Stiel, der weder ansprechend ausgeschaut hat, noch sich auch nur annähernd dazu bewegen lies, sich in meine runde Seifenform gießen zu lassen.
Also Plan B.
Die geübte Seifensiederin hat sowieso meist einen parat, oder?
Ok, ich nicht immer, aber in diesem Fall schon und so wanderte die Seife in den schon vorgeheizten Ofen um sich einer Zwangs-OHP zu unterziehen.
Sie war auch recht willig und innerhalb von ein paar Minuten, war sie zur Gänze durchgegelt.

Zwar noch immer bröslig, aber brizzelfrei. Wie wir wissen helfen ja ein oder zwei EL Joghurt oder Buttermilch dem OHP-Leim, wieder fließfähiger zu werden und so wanderte das angewärmte Joghurt auch noch dazu.
Allerdings zeigte sich meine Harz-Zicke davon absolut unbeeindrucht und ich hatte Mühe es unterzumischen, geschweige denn, dass sich irgenwas an der Konsistenz geändert hätte.
Mir blieb also nix anderes übrig, als Seifenleim in Knetmassenkonsistenz mit den Händen in meine Form zu drücken und matschen und zu hoffen.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber diesmal…RIP liebe Hoffnung.

Das Ergebnis habt ihr ja auf dem ersten Foto schon gesehen. Eine splittrig-bröslige Seife, von ausgesuchter Hässlichkeit, deren Geruch mir noch nicht mal gefällt.
Sie darf sich jetzt ein paar Monate verstecken und dann werd ich über ihr Schicksal entscheiden.
Putzseife oder nicht Putzseife…das wird dann die Frage sein. 😀

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