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Projekt Katzenkratzbaum …

… ist endlich vollendet.
Also fast, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, aber die kommen so nach und nach.

Wir haben schon lange Katzen – seit 24 Jahren.
Und schon seit wir unser altes Pärchen hatten, wollten wir einen Naturkratzbaum haben, weil und die typischen, plüschigen Nullachtfünfzehnkratzbäume so gar nicht gefallen.
Mehrere Anläufe hatten wir schon, aber immer hat es an was gefehlt und wenns dann nur die Lust war, oder die Tatkraft.

Aber nachdem unser Schwergewichtskater dafür verantwortlich war, dass der letzte Plüschkratzbaum einfach in der Mitte auseinander gebrochen ist, war klar … wir kaufen keinen mehr, jetzt bauen wir wirklich einen selbst.
Gesagt getan, haben wir Rücksprache mit den Bauern unseres Vertrauens – ihres Zeichens auch noch Besitzer, des einen oder anderen Bäumchens (dezent untertrieben) – und sind  Anfang Oktober in die Steiermark gefahren um unseren Kratzbaum auszusuchen und zu fällen.

Wir hatten unheimliches Glück, war das Wochenende doch ein wunderschönes herbst-sommerliches, mit strahlendem Sonnenschein, herrlichen Farben und unglaublich angenehmen Temperaturen.


Es war herrlich durch den herbstlichen Wald zu stapfen, die würzige Luft zu atmen und die Gedanken einfach nur schweifen zu lassen.

Bei der Jause vor dem Haus, in der warmen Herbstsonne haben uns die Hoftiere Gesellschaft geleistet
Nelly, die freundlichste und verschmuseste Hündin überhaupt:

Zwei der niedlichen und auch sehr schmusigen Katzen:

urige Laufenten …

Wunderhübsches Kälbchen …


Wir haben es wirklich genossen, wie immer wenn wir dort sind.
Der Hans hat unseren Kratzbaum gefällt und zurecht gestutzt, sodass er in unser Auto passt …

Und dann sind wir daheim ans Werk geschritten.
Also eigentlich nicht wir, sondern mein Mann.
Ich hätte das komplett anders gemacht als er.
Meine Version wäre schneller gewesen und einfacher.
Aber lange nicht so schön wie die seine.
Und weil wir handwerkerisch gar nicht kompatibel sind, hab ich mich im Hintergrund gehalten, hab nur geholfen, wenn er um Hilfe geschriehen hat und mich dann gleich wieder verzupft.

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen und wir freuen uns tierisch darüber.
Viel, viel, viel schöner als jeder gekaufte Kratzbaum ist er und sicher auch langlebiger.

Zwischen Plafond und Bodenplatte eingeklemmt und mit Gewindestangen in der Wand befestigt …

 

Mit Karton Schablonen gefummelt, für die einzelnen Etagen …

Und dann die spannende Frage – passt alles?

Abenteuerliche Stützkonstruktionen …

 

 

Zusammenstecken und verleimen und die schiachen Gewindestangen verschwinden zwischen den paßgenauen Holzplatten …

 

und das alles immer unter den strengen Augen der zukünftigen Besitzer und Bespieler …

aber schließlich wurde er doch noch fertig und auch gleich in Besitz genommen …


Weihnachtsseifeleien, Ideenklau und Karma …

… schlägt zurück.

In allen, oder zumindest den meisten Seifensiederhaushalten entstehen sie gerade – die Weihnachtsseifen.
Müssen sie doch gut gereift sein, wenn man sie zu Weihnachten herschenken möchte.
Nachdem ich heuer echt komplett ideenlos war, hab ich mich auf Ideenraubzug gemacht und bin bei Waschkatze fündig geworden.
Sie hat wunderschöne Hagebuttenseifen gemacht und auch ihre Schneebeerenseife ist ein absoluter Hingucker.
Nachdem ich noch ein wenig Knetseife übrig hatte, hab ich die entsprechend eingefärbt und mich ans Kneten gemacht.
Nun, was soll ich sagen …
Ich hätte es nie für möglich gehalten, wie schwer es ist, halbwegs echt aussehende Seifenhagebutten zu formen!
Sind doch „nur“ ovale rote Dinger mit schwarzem Pemsterl oben drauf.
Tja, nein.
So einfach ist das nicht.
Die ersten zwölfundfünfzig Versuche haben ausgeschaut wie schwangere rote Hummeln, mit schwarzer Perücke, aber niemals nicht wie Hagebutten.
Irgendwann gings aber dann und weils so schön war, hab ich auch die Schneebeeren gemacht, die ja vergleichsweise einfach sind (runde Kugeln mit Blütenansatz).
Hier war es schwieriger, die ursprünglich zartgrüne Knetseife weiß zu bekommen.
Ja, naja, ich hatte keine ungefärbte mehr …
Das Grün hat sich mit ausreichend rotem Pigment gut überfärben lassen, sie weiß zu bekommen war nicht ganz so einfach, aber hey … das Ergebnis ist nicht ideal, aber durchaus ok.

Na jedenfalls hab ich dann auch noch Blättchen geknetet und bin zur Tat geschritten um die Seifenfrüchte in Seifenleim zu betten.
Soweit hat alles gut geklappt und die beiden Blockformen sind ins Backrohr gewandert um eine schöne Gelphase zu erreichen.
Besonders wichtig in diesem Fall, damit die Beeren aus Knetseife auch gut in den Seifenstücken halten.
Lange Rede, kurzer Sinn …
Ich dachte die Gelphase ist durch – war sie aber nicht.
Ich dachte die Seife ist fest genug zum ausformen – war sie aber nicht.
Tatsächlich hatten die Blöcke nur an der Oberfläche gegelt, der untere Teil war noch nicht durch mit der Gelphase.
Beim ausformen der vermeintlich festen Seife – am nächsten Vormittag –  hab ich mir den Block zerdrückt und es sind Teile in der Form hängen geblieben – das bin ich ja nun gar nicht gewöhnt!
Ziemlich ärgerlich, aber was solls – selber schuld.
Also hab ich die beiden Blöcke wieder in die Formen gestopft und nochmal ins Backrohr und auf knapp 100 Grad aufgeheizt.
Die Seifen sind auch, wie erwartet wieder weich und gelig geworden, dafür haben sie jetzt beide Pockennarben (gute Gelphase und Silikonformen vertragen sich nicht so gut).
Die Randstücke sind alles andere als hübsch, die Schneebeeren und auch das eine oder andere Hagenbuttenfitzerl haben sich zum Teil beim Schneiden, spätestens beim Stempeln gelöst und sind aus dem Block gekullert, aber sonst …
… ja sonst ist alles gut.
Die Seife riecht gut und die Haptik ist fein.
Die Randstücke werden wir verwaschen, die Seifenbeeren hab ich versucht so gut es ging wieder in die Seifenstücke zu kleben (mit Alkohol geht das meist ganz gut) und dann hab ich sie zum Fotoshooting gebeten.

Darf ich vorstellen – die Weihnachtsseifen 2017  (Idee geklaut bei Waschkatze – bestraft für Klauen, quasi sofort vom Instant-Karma):


Rezept: 25er mit Rizinusöl – aus Kokos, Palm, Distel, Mandel und Rizinus
Duft: eine holzig-frische ätherische Öl-Mischung

Sorry für die etwas gewöhnungsbedürftigen Fotos, ich bin noch nicht ganz warm mit meiner neuen Kamera.
Da geht noch was, das übe ich noch.

Des Nachts um halb Zwölf …

… bin ich, vor ein paar Tagen, in meine Seifenküche geschlichen, mit dem Vorhaben die Farben und den Duft für die Seife am nächsten Tag vorzubereiten.
Das war der Plan.
Die Realität war dann, dass ich (scheinbar in schlafwandlerischer Nichtselbstbestimmung) die Fette gewogen und geschmolzen und die Lauge hergerichtet hab um die Seife lieber gleich zu sieden.
Es hat mich einfach so gepackt.
Nunja, das Ergebnis jedenfalls gefällt mir gut.

Rezept: je 25% Kokos, Palm und Distel HO, 21% Mandel und 4% Rizinusöl. Dazu die üblichen Verdächtigen Zucker uns Salz und außerdem noch ein TL Kaolin (in die Fette gerührt).
Duft: Geisha von GF

An dieser Seife sieht man ganz gut, das auch gegelte Seifen schön weiß werden, wenn die Fettzusammenstellung passt.

Kichererbsen …

… schmecken echt gut.
Ich mag diese mehligen kleinen Dingerchen.
Sie sind gesund und sie machen satt.
Ich mag auch Bohnen total gerne und in jeder Ausführung, ganz egal ob in Suppe, im Salat oder … hm, ja … keine Ahnung wo noch, ehrlich gesagt.
Naja, wie auch immer, ich mag sie – wenn da nicht die Nebenwirkungen wären.
Diese eher unangenehmen Nebenerscheinungen von Bohnengenuss (zumal Bohnen ja sehr gut zu Zwiebel passen), hab ich bisher bei Kichererbsen nicht beobachtet.
Und so wandern diese unscheinbaren, runden Kugerln gerne in bunte Salate, ins Curry, oder andere „exotischere“ Eintöpfe.
Und weil ich zwar gerne koche, aber mitunter ein Faulsack bin, nehm ich gern die Kichererbsen aus dem Glas.
Und irgendwann, als ich diese schäumende Flüssigkeit von den Kichererbsen abgewaschen hab, ist mir eingefallen, dass diese ja recht viel Eiweiß beinhalten und dass diese Flüssigkeit so schäumt, weil auch sie vermutlich Eiweiß beinhaltet und die Seifensiederin in mir hat gleich an Seide gedacht, die ich gern in der Lauge auflöse, weil das Eiweiß die Seife griffiger, samtiger, schäumender, was auch immer macht.
Auf jeden Fall macht sie die Seife irgendwie angenehmer in der Haptik, wie ich finde (oder mir einbilde) und warum soll das Kichererbseneiweiß das nicht auch tun?
Wir Sieder hauen ja auch gern mal ein Eiklar in den Seifenleim und sind begeistert und ICH SCHÜTTE DAS GUTE KICHERERBSENEIWEISSWASSER IN DEN ABFLUSS???

Ok, mal wieder lange geredet, obwohls auch kürzer gegangen wäre … jedenfalls ich hab das letzte Mal eine Schüssel unter das Sieb gehalten und die Flüssigkeit aufgefangen, ein wenig Salz drin gelöst und damit die Lauge angerührt.
Diese wird ziegelrot, also nicht erschrecken, das macht der Seife im Endeffekt nix aus, die wird trotzdem ganz hell.
Und was soll ich sagen, ich bin schlichtweg begeistert.

Wunderbarer, fluffiger, dichter Kuschelschaum, genau wie ich ihn liebe.
Und recht hübsch finde ich die schlichte Seife auch:

Das Rezept ist wieder ein schlichtes 25er (mit ein wenig Rizi).
Duft: Hunters Moon von Daystar (das die Seife so gaaaaaanz leicht mauvefarben färbt – sieht man aber nur im Vergleich).

Und weils so schön war und die Schaumschlacht so erfolgreich, hab ich es gleich nochmal getan.
Diesmal mit ein wenig Farbe:

Rezept: das gleiche wie oben (schlichtes 25er mit ein wenig Rizi)
Duft: Eucalyptus & Spearmint von NG

Marseille trifft Aleppo …

… oder so.
Wer kennt sie nicht, die wunderschönen, rustikalen, ein wenig unförmigen Seifenklötze der Savon de Marseille, oder Savon d’Alep.
Herrlich anzuschauen und dabei so unhandlich in der Handhabung.
Vor allem die Stempel auf diesen Seifen habens mir immer schon angetan.
Wies der Zufall haben will, läuft im Seifentreff gerade ein Workshop übers Seife stempeln, das zu betreuen ich das Vergnügen habe.
Und weil ich eine vorbildliche Seifenworkshopbetreuerin (bissi Eigenlob kann einfach gar nicht stinken) und weil ich schon länger um diverse Stempelsets herumschleiche und weil ganz zuuuuufällig eine Seifenkollegin direkt zu einem solchen Set verlinkt hat (vielen Dank Sandra)
„musste“ ich mir ein solches Set leider bestellen.

Ich bin echt froh, es getan zu haben, denn man kann so ganz leicht alle möglichen Texte auf seine Seife bringen (rund, oval, oder auch in geraden Linien) und die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und so wird das Set noch öfter zum Einsatz kommen.

Natürlich musste ich (ich möchte hier noch mal auf meine Vorbildlichkeit verweisen – ich hab das nicht gemacht, weil ich ein bissl seltsam bin und Seife siede, wie eine Geistesgestörte) eine Seife machen um diesen Stempel im WS vorzustellen.

Die Savon de Marseille besteht traditionell aus 72% Olivenöl (mit Kokos meist, soweit ich weiß) und die Savon d’Alep aus Olivenöl und Lorbeeröl (in unterschiedlichen Anteilen).
Bei beiden Seifen werden die Öle mit der Lauge und viel Wasser lange, lange gekocht und dann ausgesalzen.
Das mochte ich nun nicht machen, sondern ich hab mich für eine normale CP entschieden.
Außerdem ist noch ein wenig Ziegenmilch mit in der Seife (einfach weil ichs gerne mag und ich finde es passt perfekt).

Langes Geschreibsel, kurzer Sinn – hier ist die Seife:

Rezept:
72% gutes Olivenöl und je 14% Lorbeeröl und Kokosöl.
Die Laugenflüssigkeit (30%) hab ich geteilt in Wasser und Ziegenmilch.
Im Wasser hab ich 2 TL Salz gelöst und die Ziegenmilch ist direkt zu den geschmolzenen Fetten gekommen.

Duft hab ich mir erspart, denn das Lorbeeröl riecht ohnehin herrlich rauchig-frisch.

Und der Stempel sieht so aus:

Verwendet hab ich dieses Stempelset: Amazon – Herlitz Stempelset 
Nur so für den Fall, dass es jemand auch gern haben möchte.

Schon wieder keine Farbe …

… in der Seife.
Ich weiß nicht warum, aber im Moment hab ichs nicht so mit Farben.
Wird sicher wieder kommen, vermutlich im Winter, wenn eh alles grau in grau ist, aber momentan sind mir die natürlichen Seifen am aller liebsten.

Wobei ich sagen muss, dass ich luxuriöse Seifen schon immer am liebsten pur und ungefärbt hatte.
Und als luxuriös ist diese Seife durchaus einzuordnen, sind doch wirklich exklusive Inhaltsstoffe drin, wie z.B. Eselsmilch, Arganöl, Seide, … , dazu aber beim Rezept.
Das ist meine zweite Eselsmilchseife und ich mag mich täuschen, aber ich denke die Eselsmilch heizt den Leim ordentlich ein.
Denn ich kann mich nicht erinnern, dass meine SEife im Dividor so schnell und ohne mein Zutun in die Gelphase kam.
Ich hab sie dann ins Backrohr verfrachtet, bei ganz geringer Hitze und ständiger Beobachtung, denn ich wollte um keinen Preis, dass sie zu warm wird. Nicht bei diesen Zutaten.
Sie hat dann brav bis in die Ecken gegelt, wobei die Gelphase in der Mitte deutlich stärker war, als am Rand und ich einen Gelkern befürchtet hab.

Generell war ich ein wenig in Sorge.
Denn im Divi liegt unten immer ein glatter Silikoneinleger drin (statt der Frischhaltefolie) und diesmal war da drauf auch die Spitzenmatte.
Gelphase und Silikon = sehr oft „Pockennarben“ – die zwar nur ein optischer Fehler sind, aber das hätte mich trotzdem massiv geärgert.
Und die zweite Sorge war, dass der doch recht zügig andickende Leim nicht ausreichend in das feine Muster der Spitzenmatte geronnen ist.

Aber nix davon ist eingetroffen.
Kein Gelkern, keine Pockennarben und auch das Muster ist schön abgebildet und das die Seife auf der Rückseite einer Hügellandschaft gleicht stört mich nicht wirklich.
Alles gut also.

Tatsächlich erfreut mich diese Seife wirklich sehr, denn sie schäumt schon schön cremig, hat eine tolle Farbe (cremiges Beige) und duuuuuuftet soooo gut nach einer Duftmischung einer lieben Freundin, die sie mir geschenkt hat – Limette-Ingwer von Dandelion.

Das Rezept ist angelehnt ans 25er:
je 25% Bio-Arganöl, Kokosöl und Reiskeimöl, je 10% Shea aus Wildsammlung und Kakaobutter und 5% Rizinusöl.
Außerdem sind noch drin 2g Tussahseide und 1 TL Salz.
Duft:
Wie schon erwähnt Dandelions Limette-Ingwer, das herrlich frisch und leicht herb duftet.

Olivenöl und Mischverseifung …

 

… das ist es, was so einige Seifensieder im Moment umtreibt. Vorzugsweise in Kombination.
Gestern wollte ich den ganzen Tag eine Seife machen.
Kleopatra ist der Arbeitstitel, denn rein soll Eselsmilch und auf jeden Fall Arganöl.
Aber ich konnte mich nicht aufraffen.
Statt dessen hab ich so rumgewurschtelt und unter anderem Pechsalbe mit Ringelblumenöl gemacht.
Seit Tagen schon geistern speziell auf FB, aber auch im Seifentreff sehr hochprozentige Olivenölseifen, mit wenn überhaupt nur sehr wenig Schaumfett und NaOH/KOH Mischverseifung herum.
Als ich dann zu ziemlich später Stunde Mojas Urlaubsseife auf FB gesehen hab, war die Trägheit verschwunden.
Ich hab mich von der Couch gewuchtet und hab mich in die Seifenküche begeben.
Fenster und Türen geschlossen, schließlich sind nicht alle Menschen (und mein Mann schon gar nicht) solche Nachtvögel wie ich und ich wollte niemanden in seinem wohlverdienten Schlaf stören und hab losgelegt.
Ist ja schließlich ein schnelles Seiflein, so eine Schlichte.
Und Schlicht sollte sie werden und wurde sie auch.

Dies schlichten Seifen sind im Moment meine absoluten Favoriten. Bunt wird auch wieder kommen, aber momentan ist mir nach einfach und minimalistisch.

Jedenfalls bin ich richtig begeistert, von dieser Seife.
Sehr hochprozentige Olivenölseife mach ich ja wirklich oft und auch in Schlicht.
Das schöne an diesen Seifen ist die traumhafte, glatt-seidig-samtige Haptik.
Reine Olivenölseifen mach ich immer wieder mal, aber der steh ich, wegen der Schleimerei, echt zwiegespalten gegenüber.
Auch mischverseifte Seifen hab ich in der letzten Zeit so einige gemacht.
Aber ein 90%ige Olive mit nur 10% Schaumfett hab ich noch nie gemacht und demzufolge auch noch nicht mischverseift.

Natürlich hab ich die Gelphase angeschoben und konnte die Form nach etwa 1 Stunde, komplett durchgegelt, aus der Wärme nehmen.
Eigentlich wollte ich auch noch aufbleiben, bis sie soweit abgekühlt war, damit ich noch schneiden konnte, aber das hab ich dann doch nicht mehr ausgehalten und bin ins Bett.

Na jedenfalls, heut in der Früh war sie bereit zu schneiden und zu stempeln und gerade hat sie ihr Fotoshooting hinter sich gebracht und naaatüüüürlich pfeif auch den Anwaschtest bestehen.
Und das hat sie.
Seht selbst:

Schäumt die nicht schon absolut traumhaft, für eine so hochprozentige Olivenölseife und man darf ja auch ihr Alter nicht vergessen.
Sie ist ja noch keine 24 Stunden alt.

Rezept: 90% griechisches „heiliges“ Olivenöl, 10% Kokos und einen Schuss (nicht berechnetes) Rizinusöl.
Dazu ein TL Salz und ein TL Maisstärke.
Die Laugenflüssigkeit hab ich auf 22% reduziert.
Verseift ist die Gute mit 90% NaOH und 10% KOH.
Duft: keiner

BITTE, ICH MÖCHT NOCHMAL HERVORRHEBEN, DASS DIESES REZEPT , BZW. DIE IDEE DAZU, NICHT AUF MEINEM MIST GEWACHSEN IST!
Nichts liegt mir ferner, als mich mit fremden Federn zu schmücken.