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Gerade Schichten …

… werden eh überbewertet.
Oder?
Doch, schon.

Ich hab ja Callas geknetet.
Und die wollten in Seife.
Und es sollte eine akkurate Schichtseife werden, mit einem schönen Calla-Topping.
Akkurat ist da nix, aber sie hat ein schönes Calla-Topping meine neue Seife.
Andererseits warum gerade ICH was Akkurates will ist mir eh nicht klar.
Eigentlich mag ich es gar nicht so gern.
Naja, hier hätts gepasst – mit Betonung auf „hätts“.

Die Callas sind wirklich hauchdünn (meist unter 1 mm) und Leute … ich sags euch … ich hatte sooooo Schiss beim Schneiden!
Angefangen hats schon, dass ich dachte ich muss mit dem Messer schneiden um nicht wirklich jede einzelne Blüte zu zerschneiden.
Aber wie hinlegen, ohne die Ränder abzubrechen?
Na gut, das ging noch – ich hab den Block auf ein Schneidbrett gelegt, so dass der Rand über den Rand des Brettes hängt.
Aber mit dem Messer zwischen den Blüten zu schneiden?!
Unmöglich!
Also doch der Draht-Schneider.
Aber wie?
Von oben?
Da bricht alles ab, oder die Blüten fallen überhaupt raus.
Seitlich liegend?
Hm …
Ja, so hab ich es dann gemacht.
Ich hab sooo gezittert, dass da was passiert.
Aber mit viel Fingerspitzengefühl und Geduld (ja ich!) ist das Schneiden tatsächlich so gut wie unfallfrei abgegangen.
Nur ein kleines Stück Blüte ist abgegangen und es ist bei 4 von 5 Stücken mindestens 1 ganze Blüte auf dem Topping.
Puhhh … ich sags euch …
MEINE NERVEN!

Aber es hat ungeheuer viel Spaß gemacht und ich sags ganz ehrlich … Pfeif auf akkurate Schichten, mir gefallen die unakkuraten mindestens genauso gut.

Seid ihr noch da?
Oder seid ihr schon vor Langeweile, wegen meiner Ausführungen, ins Koma gefallen?
Jetzt kommt jedenfalls die Seife:

Ich hab mindestens 43 Fotos gemacht, aber keins gefällt mir so richtig.
Diese paar Fotos sind die besten und so zeig ich sie euch eben alle, weil ich kann mich nicht entscheiden.

Rezept: Buttrig zart als Sole
Callas Rezept: 25er
Duft: die unteren Schichten duften nach Nevia und der ungefärbte Leim nach  Japanese Cherry Blossoms – miteinander ein schöner pudriger, sanfter, unaufdringlicher Duft.

Eventuell ein bissl kitschig …

… oder so.
Ist meine gestrige Seife geworden.
Aber sie gefällt mir.
Sehr sogar.
Manchmal braucht man auch ein bissl Kitsch, oder?

Mit Seife geknetet hab ich ja schon öfter (siehe Märchenseifen), aber bisher immer mit geraspelter, oder eingeschmolzener Seife.
Was den Nachteil hat, dass die Masse meist nicht so gaaaanz geschmeidig ist und immer kleine härtere Bröckchen drin hatte.
Auf die Idee den Leim gleich nach dem zusammenrühren in luftdicht zu verschließende Behälter zu geben und nicht gelen zu lassen bin ich gar nicht gekommen.
Wie gut dass es YouTube gibt.
Dort hab ich Seifenteig entdeckt.
Also hab ich mir von einer kürzlich gesiedeten Seife ein bissl Leim abgezwackt, eingefärbt und luftdicht eingeschlossen.
Nach ein paar Tagen war der „Teig“ verseift und auch nicht mehr ganz so arg pickert, so dass er sich mit Hilfe von Stärke richtig gut und vor allem sehr filigran verarbeiten lies.
So hab ich vorgestern Seifenrosen modelliert und gestern dann meine Seife damit gemacht.
Geplant war eine Schichtseife.
Geworden ist es fast eine Schichtseife.
Was mich extrem freut ist, dass ich die Farbe der Rosen bei der untersten Schicht ziemlich genau getroffen hab.

So und hier ist es also mein Kitschseiflein:




Rezept : Buttrig zart als Soleseife
Rezept Röschen: 25er mit ein wenig Rizi
Duft: Delial – Duftmischung

Und da ich noch Teig übrig habe, hab ich gestern Abend noch Callas geformt.
Bin schon gespannt wie sich die Seife damit macht.

Walpurgisnacht …

… ist in der Nacht von 30. April auf den 1. Mai.
Das ist eine gute Nacht um eine Kräuterseife zu sieden.

Also bin ich gestern um 23 Uhr zur Tat geschritten.
Herausgekommen ist eine recht hübsche Seife, die sich aber eigenwillg verhält … verhalten hat.
Zum ersten hat sie schön gegelt und war trotz Sole überall und rundherum schön weich und gelig (das kann man gut spüren, bei Silikonformen).
Beim nachmitternächtlichen Schneiden dann aber hatte sie einen Gelkern.
Aber nicht den üblichen, wie man ihn kennt – eher rund und mittig im Stück plaziert.
Nein, er ist irgendwie nur in einer Hälfte der Seife, und auch eher unregelmäßig begrenzt.
Man kann das auch an den Außenseiten der Seife gut erkennen.
Die eine Seite spiegelglatt, die andere Seite überzogen von Pockennarben.

Und heute Früh?
Tja, da hat sie braune Salztröpfchen in dem noch gestern in die weiche Seife gedrückten Stempelabdruck stehen gehabt.
Abgesehen davon ist der Geruch … naja, sagen wirs freundlich –  nicht so ganz wie ich es mir vorgestellt hab.
Nun, es ist eine Milchseife und die riechen ja mitunter nicht so gut, wenn sie frisch sind.
Wobei ich finde, dass der Ammoniakduft, den gegelte Milchseifen verströmen, nach dem schneiden am stärksten ist und dann recht schnell (innerhalb ein paar Stunden) verfliegt.
Diese Seife aber hat gestern (oder heute) Nacht gut und frisch gerochen und erst heute in der Früh ihr wahres Duftgesicht gezeigt.

Die Guteste musste sich einem Fotoshooting unterziehen und darf jetzt schlafen, bis nächstes Jahr.
Denn …
… ich hab heut Nacht das letzte Stück meiner letztjährigen Walpurgisseife angewaschen und die ist soooo toll.
Ich siede ja dieses Rezept (Natur pur mit Kakaobutter) ganz oft und lass auch gerne lange reifen, aber die lieben alle meine Seifenabnehmer und so sind sie meist schnell weg, wenn ich sie für reif befinde, sodass ich nur sehr selten in den Genuß einer so alten Seife komme.

Ich quatsch mal wieder zu viel und zeig euch jetzt lieber Bilder.

Rezept:
70% Olivenöl, 22% Kokosöl, 4% Lanolin, 4% Rizinusöl
Lauge:
mit gesättigter Kamillenteesole angerührt (auf 1:1,5 reduziert), restliche Flüssigkeitsmenge in Form von gesättigter Ziegenmilchsole zu den Fettten.
Duft:
Eine ÄÖ-Mischung aus Litsea, Rosmarin, Orange, Lavendel, Limette, Spearmint, Wacholder, Gujakaholz und Zimtblatt.

Katzenmädchen macht sich auch wieder wichtig:

Geisterstunde …

… war gestern bei mir.
Tatsächlich macht in sämtlichen Seifengruppen, Foren, Blogs seit einiger Zeit der „Ghostswirl“ die Runde.
Basierend auf Auntie Claras Beitrag haben es viele Sieder nachgemacht.
Ich konnte mich dem natürlich auch nicht verschließen, obwohl ich lang mit mir gehadert hab.
Ist doch die Haptik enorm wichtig für mich und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man nach der Reifezeit, die unterschiedlichen Wasseranteile nicht spürt.

Vor ein paar Monaten ist dann das erste Mal sowas Ähnliches wie ein Ghostswirl bei mir entstanden, der mir aber gar nicht gefallen hat.
Ruhe hat es mir aber keine gelassen und so bin ich gestern wieder ans Werk geschritten und hab es nochmal gewagt.
Allerdings nicht in der klassischen Taiwan-Swirl Variante, sondern ganz geheim mit dem Bügel geswirlt.
Das war gut so.
Denn was Interessantes ist geschehen.

Aber von Anfang an.
Hergestellt hab ich meinen Leim mit einer 1:1 Wasserreduktion (ohne Salz und ohne Zucker), wobei alle Zutaten Zimmertemperatur hatten.
Es blieb alles schön flüssig und der Leim auch nach dem Emulgieren leicht durchscheinend.
Diesen Leim hab ich dann in zwei Hälften geteilt und ausgehend von einer GFM von 500 g einer Hälfte 50g Wasser dazu gerührt – nur noch mit dem Kochlöffel.
Ich konnte fühlen und zusehen, wie sich dieser Leim verändert hat.
Schnell wurde er komplett opak und er hat null komma nix richtig angedickt, während der wasserreduzierte Leim total flüssig und durchscheinend blieb.
Das finde ich einigermaßen spannend, denn ich arbeit sonst ja nur mit einer leichten Wasserreduktion und hab selten Probleme mit andicken, es sei denn es das PÖ zickt herum.

Ich hab also beide Leime in die Form gekippt und hatte dann die Konsistenzen wie Kartoffelpüree in Cremesuppe.
Swirlen ging noch so einigermaßen und die fertige Seife gefällt mir definitiv gut.
Ausgeformt noch gestern, heute dann abgehobelt, da die unterschiedlichen Leime schon recht deutlich spürbar waren.
Jetzt ist sie schön glatt und schaut recht interessant aus, wie ich finde.

Außerdem riecht sie richtig gut nach dem Macadamianussöl, das sich mit 16% in der Seife befindet.
Ein erster Anwaschtest ist auch vielversprechend.
Da mich das mit dem Andicken schon interessiert, werd ich diesen Geisterswirl sicher nochmal machen.

Rezept: (nicht meins, daher nur die Inhaltsangabe) Kokosöl, Sonnenblumenöl, Palmfett, Macadamianussöl, Rizinusöl.
Duft: keiner

Gespannt bin ich, ob sich die unterschiedlichen Wasseranteile bei längerer Reifezeit bemerkbar machen.

Darf auch bei mir nicht fehlen …

… was genau?
Löwenzahn!
Dandelion!
Die ersten echten Sommerboten!
Die Blumen mit der schönen Farbe, die auch die Seife schön färben, die die Häschen und Meerschweinchen lieben und die Gärtner hassen!

Nun ich hasse sie nicht.
Ich liebe sie!
Immer schon.
Diese knallgelben Wiesen im Frühling und Frühsommer!
Flauschig und weich schauen sie aus.
Und am nächsten Tag?
Ein Pusteblumenparadies.
Noch heute kann ich nicht anders, ich muss mit voller Kraft draufblasen und freu mich, wenn sie ihre Samen in alle Winde verstreuen!
Ich versuch ja schon seit Jahren Löwenzahn und Gänseblümchen auf meinem Balkon heimisch zu machen.
Bisher mit mäßigem Erfolg, aber ich geb nicht auf.

Als Seifensiederin kommt noch dazu, dass sie sich herrlich verseifen lassen.
Sie färben die Seife echt schön gelb, ob mit Blüten drin, oder nur heiß ausgezogen und dann rausgefiltert.
Klar, man könnte auch Löwenzahnhonig damit machen, aber wir haben eine Honigdealerin, die uns den allerbesten Honig liefert, wozu also den schönen Löwenzahn dafür verwenden.

Viele, viele Sieder im Seifentreff haben es auch heuer wieder getan.
Ich auch.
Sowie fast jedes Jahr davor.

Heuer hab ich mich dabei an Skyler/Sandras Löwenzahnseife orientiert.
Ich hab einen Haufen Löwenzahnblüten gesammelt und gleich in Olivenöl versenkt und heiß ausgezogen – die Bienchen mögen es mir verzeihen – ich hab eine Ersatzpflanzung in Form eines Sommerflieders auf meinem Balkon vor.

Das waren wirklich viele Blüten, es war eine richtige Pampe.
Danach wurden die Blüten im Öl noch püriert und dann abgefiltert.
Naja, eher ausgewrungen.
Die Pampe war schon recht dick, so hab ich alles in eine Strumpfhose gefüllt und da durch gepresst.
Aber ich wollte so viel Farbe wie möglich davon retten.
Das Löwenzahnöl hatte dann eine richtig schöne dottergelbe Farbe.

Die Seife wurde dann auch wirklich schön gelb muss ich sagen, aber ganz ohne schrubbelige Blüten drin.
Im Gegenteil, sie ist traumhaft glatt.
Ich hab es wieder geschafft keine einzige Luftblase einzurühren.
Eine richtige Streichelseife, die ich gar nicht aus der Hand legen möchte.
Höchstens um sie unter meine Nase zu klemmen, denn sie riecht auch noch herrlich nach meiner Delial-Mischung.
Eine richtige Sommerseife also.
Schlicht, einfach, warm duftend und weich wie Sonnenstrahlen auf der Haut.

Rezept: 25% Kokos, 25% Rindertalg, 25% Olivenöl-Löwenzahnauszug, 21% Sonnenblume ho und 4% Rizinus, dazu noch die üblichen 2TL Salz und 4 TL Zucker.
Duft: eine Mischung aus Honeysuckle von NG, Ginkgo Limette von Behawe und Neroli naturident von Vita.
Obendrauf schmücken ein paar Ringelblumenblüten das Topping.
Löwenzahnblüten würden sich ja ratzifatzi in Pusteblumen verwandeln und auch wenn das authentisch wäre, ich weiß nicht wie kleidsam die wären.

Und weils so schön war hab ich noch eine weitere Seife nachgeschoben.
Haptik- und duftmäßig mag ich sie sehr, auch der Swirl ist fein, aber … (ja klar, hier muss ja ein „aber“ kommen) … die Farben.
Ich hab mit Tonerden gefärbt und mit Alkanna und was soll ich sagen.
Grün ist quasi nicht existent (keine Ahnung wohin sich das wieder verkrümelt hat), das schöne Beige ist sehr, sehr dezent, dafür ist das Alkanna-Lila sehr dominant und auch die rosa Tonerde (die ich ein wenig aufgebessertgeschummelt hab) drängt sich in den Vordergrund.
Tja, passiert.
Ist auch nicht schlimm.
Die Blüten auf dem Topping versöhnen mich wieder ein wenig, denn die gefallen mir sehr.

S

Rezept: 25% Kokos, 25% Rindertalg, 25% Distelöl ho, 21% Sonnenblume ho, 4% Rizi, Zucker und Salz.
Duft: ÄÖ Orange mit ÄÖ-Mischung Meerchen.

Und nach dem Fotografieren der Seifen mussten noch die Blüten herhalten, bei denen die Malvenblüten ihre wunderschöne Farbe ins Wasser verteilt haben:

Heut mal keine Seife …

… dafür hab ich mit Silber gespielt.
Vor Jahren schon hab ich mit Hanna von Luftkuss ein wenig mit Silver Clay experimentiert.
Aus dieser Zeit hatten wir noch ein wenig Material übrig und gestern hat es mich wieder gepackt.
Also hab ich heut das Zeug rausgekramt und vollkommen Freistil losgelegt.
Ohne konkreten Plan einfach gemacht.
Dabei sind zwei Ringe rausgekommen, die absolut nicht perfekt sind, aber dennoch …
… sie sind die Einzigen ihrer Art und ich mag sie.

Ich hab heut das erste mal mit der Silbermasse aus der Spritze gearbeitet.
Was für eine Spielerei. Das ist definitiv nicht meins.
Viel zu filigran alles und für mich Grobmotoriker eine Plag.
Natürlich ist beim Feinschliff auch was abgebrochen, dort und da.
Aber das war eh klar und ich habs schon befürchtet.

So sah der erste Ring mit dem Spritz-Silver Clay frisch modelliert aus:


Hier hab ich zum einen eine Muranoglasperle verarbeitet und zum Anderen ein Stück Seeglas.

Danach hab ich noch mit Knetsilber modelliert und auch ein Stück Seeglas eingefügt:

Frisch gebrannt und noch nicht gebürstet:

Und hier beide Ringe schon aufgehübscht:

Gelernt hab ich auch wieder was.
Nämlich dass es nicht ratsam ist mit dem Pinsel die Masse zusehr zu den STeinen hinzustreichen.
Vor allem wenn diese nicht ganz glatt sind.
Leider bekommt man den ganz feinen Silberschleier nicht mehr ab, weder vor, noch nach dem Brennen.

Nix desto Trotz macht das unheimlich viel Spaß und man kann sich so wirklich schöne Einzelstücke herstellen, ganz nach Lust und Laune derb und klobig, oder auch filigran.
Wobei mir filigrane Ringe nicht unbedingt liegen und auch nicht stehen.

Schrubbelige Gärtner-Rundlinge und Honigbrocken …

… sind gestern entstanden.

Tatsächlich sind es zwei Premieren.
Zum ersten hab ich die allererste Trichterseife meines Seifensiederlebens (und das ist ja nicht sooo kurz) gesiedet und bin grad ganz glücklich darüber.
Und zweitens hab ich das allererste Mal eine OHP mit „echter“ Überfettung gemacht.

Ich fang mal mit der Trichterseife an.
Die alljährlich wiederkehrende Schrubbelseife für dreckige Gärtnerhände fällt diesmal rund aus.
Gefärbt ist sie mit mit grüner und roter Tonerde und Ringelblumenblüten, Mohnsamen und Kräutern.
Im Hauptleim schrubbeln gemalene Haferflocken.

Rezept: 46% Olivenöl, 25% Kokos, 25% Rindertalg, 4% Rizi
Duft: eine zitronig-krautige ÄÖ-PÖ Mischung
Das Abflussrohr hab ich in eine selbstgemachte Silikonform gesteckt, sodass das „End“stück eine schöne Calla-Seife ist.

Kommen wir zu den Honigbrocken.
Im Moment ist mir ja ein wenig unbunt zu Mute.
Und Honigseife mag ich am allerliebsten derb und rustikal.
So ist gestern zu fast nachtschlafener Zeit noch ein paar Honigbrocken entstanden.

Die 20% Honig (gemessen an der GFM) hab ich nur sehr schlampig untergerührt, in der Hoffnung, dass ich glänzende, leicht durchscheinende Stellen in der Seife bekomme.
Dass sie ev. unterschiedlich trocknet nehm ich billigend in Kauf.
Und es ist gelungen, wobei mir die beiden Randstücke am besten gefallen.

Rezept: 30% Kokos, 30% Olive, 25% Palm, 10% Shea und 25% Rizi.
Überfettet ist sie mit 8% Sheabutter.
Dazu noch 100 g Bio-Honig.
Trotz leichter Wasserreduktion (um den vielen Honig auszugleichen), dem doch recht hohen Anteil an festen Fetten und das Weglassen von einem Sauermilchprodukt, war der verseifte Leim sehr schön fließfähig und willig sich in Form bringen zu lassen.
Allerdings hab ich im Crockpot bei High verseift und die Hitze ist für fließfähigen Leim echt elementar.

Was hat es also mit der „echten“ Überfettung auf sich?
Es ist so, das bei kalt verseifter Seife keine echte Überfettung in der Seife zurückbleibt, weil das NaOH zwar nicht alles verseift, aber alle Fette verändert, sodass in der fertigen Seife kein echtes Fett mehr vorhanden ist.
Das ist jetzt keine sehr wissenschaftliche Erklärung, aber das würde jetzt hier auch zu weit führen.
Aconita aus dem Seifentreff, auf deren chemischen Wissen diese Erkenntnis beruht, könnte das viel besser erklären.
Aber aus diesem Grund sprechen wir im Forum auch nicht mehr von Überfettung bei CP, sondern von einem Laugenunterschuß.
Echte ÜF gibts also nur bei OHP, wenn das Überfettungsöl NACH der Verseifung (wenn kein freies NaOH mehr zur Verfügung steht) in den fertigen Leim einrührt.
Bisher war ich immer zu faul für diese Vorgehensweise, aber ich wollte jetzt doch mal den Unterschied wissen.

Verabschieden tu ich mich mit meinen neugierigen Katzen und wünsch euch einen schönen Ostersonntag.
Genießt die freie Zeit ganz wie es euch beliebt.